Land der Kontraste
Bolivien - benannt nach dem Revolutionär Simón Bolívar - ist ein Binnenland und grenzt an Brasilien, Paraguay, Argentinien, Chile und Peru. Geografisch und klimatisch ist es ein Land der Kontraste. Auf insgesamt 1.098.581 Quadratkilometern erstrecken sich die kalten Höhen der Anden und das heiße Tiefland. Zwei Bergketten durchqueren das Land: vulkanischen Anden und die Kordilliere. Dazwischen liegt das 3606 Meter hohe Hochland mit der Großstadt La Paz (etwa 900.000 Einwohner), die gleichzeitig Regierungssitz ist Etwa 70 Prozent der Bevölkerung leben in dieser Region. Eine fruchtbare Region, am Ostabhang der Anden gelegen, geht über in das feucht-tropische, bewaldete Tiefland (Llano) im Osten. Diese Urwaldebene nimmt drei Viertel des Landes ein. Bolivien ist in 99 Provinzen gegliedert, die wiederum in Kantone aufgeteilt sind. Offizielle Hauptstadt ist Sucre mit etwa 250.000 Einwohnern.
Zeitunterschied
Mitteleuropäische Zeit (MEZ) -5 Stunden
Flugdauer ab Frankfurt am Main
Die durchschnittliche Flugzeit nach La Paz beträgt etwa 22 Stunden.
Einreisebestimmungen
Reist man als Tourist nach Bolivien, benötigt man einen mindestens sechs Monate gültigen Reisepass. Der Einreisestempel gilt für die Dauer von 90 Tagen. Ein Gelbfieber-Impfzertifikat muss vorgelegt werden.
Impfung
Eine Schutzimpfung gegen Gelbfieber ist erforderlich. Ein Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten (Pertussis) und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalten auch gegen Hepatitis B, Tollwut und Typhus wird empfohlen.
Sprache
Amtssprache ist Spanisch. Gesprochen werden aber auch einige indianische Sprachen wie Quechua und Aymara.
Beste Reisezeit
Von April bis zum Oktober ist für die Urwaldregion die beste Reisezeit. Ins Hochland reist man zwischen Mai und Oktober.
Klimawerte
Die Bandbreite reicht vom Hochgebirgsklima (Anden), über das subtropische Klima der fruchtbaren Yunga-Regionen bis hin zum volltropischen Tieflandklima (Beni) und der Trockenzone des Chaco. Große Temperaturunterschiede herrschen zwischen Tag und Nacht. In der Zeit von November bis zum März fällt der meiste Niederschlag. Die Luft in der Hauptstadt La Paz ist, bedingt durch die Höhenlage der Stadt, sehr sauerstoffarm. Auch die intensive Sonneneinstrahlung (ultraviolette Strahlung) wird oft als unangenehm empfunden.