Wiesbaden (Q.met), 19.03.2010 - Nach dem meteorologischen Frühling zum Monatsanfang startet am Samstag nun auch der astronomische Frühling. An diesem Tag wird die Tag- und Nachtgleiche erreicht. Auch in der Natur ist die Kraft des Lenzes allmählich zu sehen. Und auch temperaturtechnisch bleibt es in den kommenden Tagen bei meist zweistelligen Werten weiterhin mild. Lediglich das Wetter ist nicht sehr frühlingshaft, zumindest gibt es am Wochenende keinen strahlenden Sonnenschein. Vielmehr wird Platz gemacht für atlantische Tiefs, die teils dichte Wolken sowie Regenschauer und Gewitter bringen. Morgen beginnt also nun auch der astronomische Frühling, der sich an diesem Tag durch die Tag- und Nachtgleiche auszeichnet. Danach wird die Zeit der Helligkeit länger, umgangssprachlich ist von längeren Tagen die Rede. Bis zum 21. Juni bleibt uns zumindest laut Kalender der Frühling erhalten. Doch nicht nur auf dem Kalender tut sich was, auch in der Natur wird der Lenz zunehmend sichtbar. Dabei spielt die so genannte Phänologie eine wichtige Rolle: Je nach den Entwicklungsstadien bestimmter Pflanzen wird die entsprechende Jahreszeit unterteilt. Somit befinden wir uns derzeit im Vorfrühling, denn Hasel, Schneeglöckchen oder Winterjasmin stehen jetzt in voller Blüte. Dann folgen Erst- und Vollfrühling. Eine Jahreszeit mit vielen unterschiedlichen Gesichtern - nicht nur in der Natur, sondern auch beim Wetter wie derzeit deutlich wird. Immerhin gibt es einen Trost für die kommende Woche: Ab Mitte der Woche wird es wieder freundlicher, Sonnenschein meldet sich dann in vielen Landesteilen zurück.
Franziska Polak Diplom-Geografin und Meteorologin
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