Wiesbaden (Q.met), 14.03.2010 - Er spannt uns zwar auf die Folter, der Frühling - doch was lange währt, wird endlich gut. Zur Wochenmitte ist endlich ein Silberstreif am Horizont zu erkennen. Und in der zweiten Wochenhälfte wird im Südwesten bereits die 15-Grad-Marke angepeilt. Nach dem ersten gescheiterten Frühlingsanlauf Ende Februar unternimmt nun der Frühling ab Wochenmitte einen neuen Versuch. Flora und Fauna warten nur darauf, endlich aus ihrer Kältestarre zu erwachen. Sollte sich das Frühlingswetter über das kommende Wochenende hinaus bei uns festsetzen, dann dürfte uns ein wahres Feuerwerk an Knospen und sprießenden Pflanzen bevorstehen. Allerdings sehen sich Allergiker dann auch einem vehementen Pollenflug gegenüber. Bis es soweit ist, müssen wir allerdings zwischen Sonntag und Dienstag noch nasskaltes und teils spätwinterliches Wetter über uns ergehen lassen. Dabei hinterlässt der Winter mit Schneefällen bis in die Täler am Montag vor allem im Osten und Südosten nochmals seine Spuren. Autofahrer sind dort gut beraten, sich auf glatte Straßen einzustellen und die Winterreifen noch nicht zu wechseln. Im Westen liegt die Schneefallgrenze bei 400 Metern, in den Mittelgebirgen kann also von Entwarnung ebenfalls keine Rede sein. Am Mittwoch werden dann erstmals seit langer Zeit die ersten Orte im Westen wieder zweistellige Werte vermelden, und diese Tendenz verstärkt sich an den Folgetagen. Gleichzeitig kämpft sich auch immer öfter die Sonne durch die Wolken. Das Warten auf den Frühling wird ab Wochenmitte endlich belohnt.
Udo Baum Diplom-Geograf und Meteorologe
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