Wetter: Erhöhte Feinstaubbelastung Wiesbaden (WETTER.NET), 10.02.2012 - Relativ ruhiges Winterwetter führt dazu, dass innerhalb der Luftschichten kaum Austausch stattfindet. Die Folge ist häufig eine erhöhte Feinstaubbelastung. Davon besonders betroffen sind derzeit der Mitte und Süden der Republik.
Bei einer Teilchenkonzentration von mehr als 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft spricht man bei uns in Deutschland von einer Überschreitung des Tagesgrenzwertes. Mehr als 35 mal im Jahr sollte dieser Wert an einer Station nicht überschritten werden. Bis zum 7.2.2012 war dies an einer Messstelle in Gelsenkirchen bereits 13 mal der Fall. Dies ist bislang der Spitzenreiter. In den letzten Tagen kam es vor allem im Süden und Osten zu Überschreitungen. Am vergangenen Mittwoch lag das Maximum mit 103 Mikrogramm pro Kubikmeter im äußersten Süden des Landes, in Lindau am Bodensee. Heute werden die Werte etwas zurückgehen, denn die Luft wird etwas durchmischt. Neben dem ruhigen Wetter führt auch das vermehrte Heizen bei diesen tiefen Temperaturen dazu, dass mehr Feinstaub als gewöhnlich in die Umwelt gelangt. Feinstaub wirkt gesundheitsschädlich. Er kann zu einem erhöhten Asthma-Risiko, Atemwegsbeschwerden, Lungenkrebs, Allergien sowie vielen anderen Erkrankungen führen.
Stephanie Mihm Diplom-Meteorologin
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