Wetter: Inversionswetterlage wie aus dem Lehrbuch Wiesbaden (WETTER.NET), 10.11.2011 - Beim Blick aus dem Fenster sehen die meisten Menschen in Deutschland derzeit das selbe graue Bild: Nebel. Kaum zu glauben, aber auf den Bergen herrscht hingegen strahlender Sonnenschein. Ursache dafür ist eine so genannte Inversionslage.
Sie hat eine Temperaturzunahme mit der Höhe zur Folge. Das bedeutet, in den Tälern und Niederungen ist es aufgrund von Nebel deutlich kälter als auf den im Sonnenschein erstrahlenden Bergen. Gleichzeitig geht damit eine Abnahme der Feuchte einher. Daher ist die Luft auf den Bergen deutlich trockener als in tieferen Lagen. Es herrscht somit bestes Wetter. Zwischen Berg und Tal bildet sich unterdessen eine Sperrschicht aus, die den Austausch der Luft unterbindet. An der Sperrschicht sammeln sich dabei Abgase und kleine Partikel, die Luft wird zusätzlich getrübt. Erst durch einsetzenden Wind oder eine Änderung der Wetterlage, zum Beispiel Einsickern trockenerer Luft, löst sich die teils über Tage anhaltende Inversionswetterlage wieder auf. Im Osten wird dies bereits heute und morgen vonstatten gehen, nach Westen dauert dies noch bis zum Wochenende. Von Osten her strömt trocken-kalte Luft ein, die sukzessive nach Westen vorankommt, betonen die Meteorologen von WETTER.NET. Mit wenigen Ausnahmen sollte dann der Dauernebel ein Ende haben.
Franziska Polak Diplom-Geografin und Meteorologin
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