Wetter: Klirrende Kälte zeigt langen Atem Wiesbaden (WETTER.NET), 06.02.2012 - Wer hofft, die eisige Kälte lockert ihren Griff in weiten Teilen Europas in der neuen Woche , der sieht sich getäuscht. Besonders schlimm ist die Situation für Obdachlose und arme Menschen, die die Heizung nicht ausreichend aufdrehen können.

Die Frühtemperaturen zum Montag sprechen für sich. So starteten wir vielerorts mit Werten unter minus 15 Grad in die neue Woche. Mancherorts wurde gar wiederum die Minus-20-Grad-Marke unterschritten. Tagsüber verharren die Werte bei ungewöhnlich niedrigen minus 14 Grad in Teilen Sachsens und minus 3 Grad im Rheinland. Die Kältewelle erreicht am heutigen Montag und morgigen Dienstag ihren Höhepunkt. Dann kommen selbst in den westlichen Tälern die Höchstwerte verbreitet über minus 10 bis minus 5 Grad nicht hinaus. Das verschärft die missliche Situation der Fluss-Schifffahrt, die Elbe ist zwischen Hamburg und Magdeburg inzwischen weitgehend unpassierbar. Die Zahl der Kältetoden in Europa droht zudem weiter anzusteigen, schon fast 300 Menschen sind bislang erfroren, Tendenz steigend. Am Mittwoch und Donnerstag zeigt die Temperaturkurve bei uns in Mitteleuropa aufwärts, aber nur vorübergehend. Ein zweiter Schwung eisiger Ostluft überflutet uns dann in der Nacht zum Freitag hin. Wohl dem, der ein festes Dach über dem Kopf und eine funktionierende Heizung hat. Erst zur Monatsmitte hin zeichnet sich zumindest für den Westen und Nordwesten ein zögerndes Ende des strengen Nachtfrostes und ein Nachlassen des Dauerfrostes ab, warnen die Meteorologen von WETTER.NET.
Udo Baum Diplom-Geograf und Meteorologe
» Zurück zur Übersicht
|