Wetter: Negative Temperaturrekorde Wiesbaden (WETTER.NET), 09.02.2012 - Mit der extrem kalten Witterung am vergangenen Wochenende haben sich an den ersten Stationen Negativrekorde für das erste Februardrittel eingestellt. Diese sind nun mit dem Höhepunkt der Kältewelle zu Wochenbeginn zahlreicher geworden.

Zunächst hatten sich am Wochenende einige Stationen in Nordseenähe bei den Kälterekorden für das erste Februardrittel eingetragen. Doch bis Dienstag sind auch aus dem Nordosten und aus dem Landesinneren einige Stationen dazu gekommen. So stehen beispielsweise im Nordosten örtlich sage und schreibe minus 28,7 Grad zu Buche. Auch München trug sich in die Liste der Dekadenrekorde neu ein. Am Montagmorgen wurden dort minus 20,0 Grad gemessen. Ein Tag später, am Dienstag gesellten sich Stationen aus dem Saarland hinzu. Auch Stationen im Odenwald setzten neue Maßstäbe, und in Erfurt sackten die Werte gar auf minus 21,4 Grad ab. Den meisten Stationen blieb aber für das erste Monatsdrittel der überwiegend vom 1., 2., 9. oder 10. Februar stammende Dekadenrekord aus dem Jahr 1956 erhalten und konnte nicht unterboten werden. Gerade die Rekorde auf der negativen Seite drohten in den letzten 20 Jahren immer mehr zu einem Stiefkind zu verkümmern, ganz im Gegensatz zu außergewöhnlich hohen Temperaturen. Vorübergehend konnte man meinen, diese Spezies stirbt bald aus. Doch nun geben die extrem niedrigen Temperaturwerte ein eindrucksvolles Lebenszeichen, befindet das Team von WETTER.NET. Insofern ist diese Kältewelle als ausgesprochen bemerkenswert einzustufen.
Udo Baum Diplom-Geograf und Meteorologe
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