Wetter: Ungemütlicher Jahreswechsel Wiesbaden (WETTER.NET), 28.12.2011 - Petrus meint es nicht sonderlich gut mit uns. Ausgerechnet zum Jahreswechsel regnen sich dicke Wolken bei uns aus. Am besten kommt noch der Nordosten davon, hier bleibt es trocken.
Als hätte es in diesem Dezember nicht schon genug geregnet, verlegen die beiden Streithähne in der Wetterküche, kühle Meeresluft aus polaren Breiten und sehr feuchte und milde Luft aus subtropischen Breiten ausgerechnet kurz vor dem Jahresende ihren Kampf in den mitteleuropäischen Raum. Das Ergebnis sind Regen und Schnee im Überfluss. Damit wächst die Hochwassergefahr an Flüssen und Bächen zu Neujahr erheblich. Zum Leidwesen für Wintersportler gewinnt kühle Luft nur vorübergehend die Oberhand bei uns. Ihr Vormarsch beschränkt sich auf den Donnerstag und Freitag. An Silvester erfasst die Südwesthälfte ein ausgeprägtes Schnee- und Regenband, das milder Luft den Weg zu uns ebnet. Damit steigt die Schneefallgrenze an Silvester von 200 bis 600 Metern in den Frühstunden auf 2000 Meter im Westen und 1300 Meter in Ostbayern in der Silvesternacht. Ein böig auffrischender Südwind gesellt sich dann zu allem Überfluss hinzu. 7 bis 9 Grad westlich des Rheins stehen minus 2 Grad im Osten gegenüber. Locker bewölkt, aber überwiegend trocken, präsentiert sich nur der Nordosten. Dort stellen sich also gute Bedingungen für eine Silvesterparty im Freien ein. Sonst kommen wir um einen Regenschutz nicht herum und machen es uns besser in der Wohnung mit der Familie, Freunden und Nachbarn gemütlich, rät das Team von WETTER.NET. Auch der Neujahrstag wird verregnet und zudem windig. Mitunter regnet es den ganzen Tag in rauen Mengen. Die Hochwassergefahr steigt. Im Gegenzug lassen sich am Rhein und westlich davon bis 12 Grad am Thermometer ablesen.
Udo Baum Diplom-Geograf und Meteorologe
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