Wiesbaden (Q.met), 16.03.2010 - Die rasche Erwärmung und der nahende Frühlingsdurchbruch gehen nicht ohne einen kräftigen Wind ab. Vor allem in höheren Lagen und an den Küsten weht dieser stark. In den kommenden Tagen intensiviert sich der Wind noch - örtlich droht Sturm! Besonders am Donnerstag und Freitag besteht in der Nordhälfte Gefahr von stürmischen Böen. Denn über der Nordsee braut sich ordentlich etwas zusammen. Schon morgen weht dort meist ein frischer bis stark böiger Wind (bis Windstärke 7), gleiches gilt für die Mittelgebirgslagen. Vereinzelt sind auch Spitzenböen im stürmischen Bereich möglich (Windstärke 8). In der zweiten Wochenhälfte verschärft sich die Situation weiter. Auch im Norddeutschen Tiefland weht dann ein starker bis stürmischer Südwestwind, der am Freitag auch in der Südhälfte relevant wird. Ursache dafür sind die Druckverteilungen über Europa: Tiefer Druck über Nordeuropa und hoher Luftdruck über Südeuropa sorgen dafür, dass sich über Mitteleuropa ein kräftiger Windgradient ausbildet - Sturm ist somit besonders an den Küsten und auf den Bergen die Folge. Bevor es am Sonntag erneut wieder stürmisch werden kann, beruhigt sich zumindest am Samstag der Wind. Dazu stellt sich Schauerwetter ein. Immerhin bleibt es weiterhin aber erst einmal mild. Der Frühling hat eben viele Gesichter.
Franziska Polak Diplom-Geografin und Meteorologin
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