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Zeit der Zecken

Das Fortschreiten der Jahreszeit und die damit einhergehende Erwärmung ruft unliebsame Gesellen auf den Plan: Zecken. Diese Spinnentiere, die den Milben zuzurechnen sind, werden nun wieder aktiv.

Wiederholte sehr milde Witterungsphasen aktivieren die Zecken. Nach einem kurze Dämpfer in der ersten Wochenhälfte, stehen in der zweiten Wochenhälfte erneut vielerorts Temperaturen oberhalb der 15-Grad-Marke in Aussicht. Schon Bodentemperaturen von 8 bis 10 Grad und mehr hauchen den Zecken nach dem Winterschlaf neues Leben ein, sie kommen aus dem Boden gekrochen. Im Gras, im Unterholz oder in niedrigen Büschen bis in einer Höhe von 80 bis 150 Zentimetern hängen sie meist und warten auf ein Opfer, das sie von dort abstreift. Dann können sie sich mit Blut vollsaugen. Zecken sind gefürchtet, weil sie mit ihren Bissen Krankheiten übertragen. Allen voran ist dabei die Borreliose zu nennen. Das ist eine Krankheit, die sich ganz unterschiedlich äußern kann. Daher wird sie oft nicht oder erst zu spät erkannt, was die Heilungschancen stark verringert. Die Zahl der Infektionen in Deutschland liegt hochgerechnet pro Jahr inzwischen vermutlich bei mehr als 800.000 Fällen,Tendenz steigend. Noch gefährlicher ist die Früh-Sommer-Meningo-Enzephalitis FSME, gegen die man sich durch Impfungen schützen kann. Oft wird diese Krankheit nicht erkannt, sie kann sogar tödlich verlaufen. Auf jeden Fall kann ein Ausbruch der Infektion in 10 bis 50% der Fälle schwere Dauerschäden hervorrufen, die nicht behandelbar sind. Jährlich erkranken daran bei uns 200 bis 300 Menschen. Impfungen können hier vorbeugen. Entsprechende Vorsichtsmaßnahmen sollten besonders bei Spaziergängen durch den Wald beachtet werden, raten die Meteorologen von wetter.net. Tipps zur Vermeidung von Zeckenbissen erhalten Sie in der nächsten News.