Über dem Nordatlantik erstreckt sich ein großräumiges Tiefdrucksystem von Island bis in den Raum des Baltikums. Es lenkt eine beständige Westströmung, mit der wiederholt feuchte und energiereiche Luftmassen nach Mitteleuropa geführt werden. Im Südosten Europas hält sich dagegen noch ein Rest höherer Luftdruckwerte, der dort vorübergehend ruhigere und wärmere Bedingungen begünstigt, bevor auch dieser Einfluss allmählich abgeschwächt wird.
Dienstag – Übergang zwischen stabiler und unruhiger Luft
Der Tagesbeginn zeigt ein deutliches West-Ost-Gefälle: Während im Westen bereits dichte Bewölkung mit ersten Niederschlagsfeldern aufzieht, präsentiert sich der Osten und Südosten noch vergleichsweise stabil und häufig sonnig. Dort steigen die Temperaturen auf 24 bis knapp 30 Grad. Im weiteren Tagesverlauf greift die feuchtere Luft zunehmend ostwärts aus. Im Westen entstehen aus der einströmenden Luftmasse schauerartige Regengebiete, örtlich auch mit Gewittercharakter. Besonders im Küstenumfeld und im Nordwesten entwickeln sich am Nachmittag einzelne kräftigere Zellen mit kurzzeitigen Starkregenereignissen. Richtung Landesmitte nimmt die Bewölkung allmählich zu, während Niederschläge dort zunächst noch lückenhaft bleiben. Die Temperaturverteilung bleibt deutlich gegliedert: 15 bis 21 Grad im Nordwesten stehen 24 bis 29 Grad im Südosten gegenüber. Der Wind weht schwach bis mäßig aus westlichen Richtungen und kann in Schauernähe zeitweise böig auffrischen.
Dienstag Nacht auf Mittwoch – Durchzug eines Regenbandes
In der Nacht formiert sich von Westen her ein zusammenhängendes Niederschlagsband, das sich ostwärts über das Land verlagert. Dabei gehen zunächst schauerartige Strukturen in teils länger anhaltende, flächigere Regenfälle über. Eingelagert treten wiederholt kräftigere Niederschlagskerne auf, lokal auch mit gewittrigen Anteilen. Die Temperaturen sinken auf 12 bis 17 Grad, in höheren Lagen der Mittelgebirge teils bis etwa 8 Grad ab.
Die Wetteraussichten:
Mittwoch
Die Atmosphäre bleibt deutlich labil geschichtet. Immer wieder entstehen Schauerzonen, in die einzelne Gewitter eingelagert sind. Besonders im Alpenraum und im angrenzenden Vorland halten sich längere Regenphasen, während sich dazwischen auch kurzzeitig trockenere Abschnitte durchsetzen können. Die Temperaturen erreichen verbreitet 15 bis 20 Grad. Der Wind weht aus westlichen bis südwestlichen Richtungen und kann in Schauer- und Gewitternähe zeitweise kräftig auffrischen.
Donnerstag
Der Tag beginnt zunächst mit einem wechselhaften Mix aus Wolkenfeldern und sonnigen Abschnitten. Im weiteren Verlauf verdichtet sich die Bewölkung von Westen her, und neue Schauer breiten sich in Richtung der Landesmitte aus. Die Höchstwerte liegen zwischen 16 und 22 Grad, im Nordwesten etwas darunter. Der Wind kommt schwach bis mäßig aus südlichen Richtungen, an den Küsten zeitweise mit Böen.
Freitag
Die Wetterlage bleibt unruhig. Wiederholt ziehen Schauergebiete durch, die örtlich von kurzen Gewittern begleitet werden. Zwischen den Niederschlägen sind vorübergehend freundlichere Abschnitte möglich, eine stabile Wetterphase stellt sich jedoch nicht ein. Die Temperaturen bewegen sich zwischen 16 und 22 Grad. Der Wind weht mäßig aus westlichen Richtungen.
Samstag
Ein typischer Übergangstag mit wechselnder Bewölkung, sonnigen Phasen und wiederkehrenden Schauern. Am Nachmittag können sich lokal kurze Gewitter entwickeln, die jedoch räumlich begrenzt bleiben. Die Temperaturen steigen auf 17 bis 25 Grad, in begünstigten Lagen auch etwas darüber. Der West- bis Nordwestwind bleibt spürbar und kann an der Küste zeitweise böig auftreten.
Sonntag
Im Norden und Osten bleibt die Wetterlage wechselhaft mit wiederholten Regen- und Schauerphasen. Weiter südlich zeigen sich dagegen häufiger trockene Abschnitte und längere Auflockerungen. Die Temperaturen erreichen 19 bis 25 Grad, im Oberrheingraben lokal bis 27 Grad. Der Wind weht schwach bis mäßig aus westlichen bis nordwestlichen Richtungen.
Montag
Die Niederschlagsneigung nimmt insgesamt etwas ab, bleibt jedoch vorhanden. Einzelne Schauer treten noch auf, insgesamt überwiegen aber zunehmend trockene Phasen. Die Temperaturen liegen zwischen 19 und 25 Grad, im Süden lokal etwas höher. Der Wind bleibt überwiegend moderat aus westlichen Richtungen. Ausblick Zum Beginn der neuen Woche deutet sich eine allmähliche Abschwächung der Niederschlagsaktivität an. Gleichzeitig steigen die Temperaturen langsam wieder an, wobei die Entwicklung noch mit Unsicherheiten behaftet bleibt.
