Gartenwetter für Deutschland
Ihr Ratgeber für optimale Pflanzenpflege, saisonale Arbeiten und phänologische Beobachtungen im Gartenjahr.
Empfehlung des Monats
Unser Gartentipp
Blumenzwiebeln pflanzen
Die ersten Blumen, die im neuen Gartenjahr blühen, sind in der Regel Geophyten, also Zwiebelpflanzen wie Krokus, Schneeglöckchen und Co. Sie sind insgesamt sehr pflegeleicht, da sie nur einmal eingepflanzt werden müssen – am besten im Herbst - und dann an Ort und Stelle bleiben. Allerdings sind der richtige Standort und ein guter Boden von großer Bedeutung. Blumenzwiebeln müssen fest sein und sollten beim Einpflanzen noch nicht austreiben. Ein sonniger Standort wird bevorzugt. Dabei sollte der Boden wasserdurchlässig sein, fehlende Nährstoffe können im Bedarfsfall hinzugegeben werden. Wer einen lehmigen Boden hat, lockert diesen mit Sand auf und schafft so ein grobporigeres Gefüge. Je größer die Zwiebel, desto tiefer muss sie gepflanzt werden. Es gilt: Die Dicke der Zwiebel mal zwei ergibt die Pflanztiefe sowie den Abstand. Danach die Zwiebeln leicht andrücken, mit Erde bedecken und den Boden gut gießen. Im Frühjahr sehen Sie dann, wie gut Sie Ihre Arbeit gemacht haben!
Phänologischer Kalender
Natur im Jahreslauf – September

Die Phänologie beschreibt die Entwicklungserscheinungen in der Natur, die im Jahresverlauf regelmäßig auftreten und bezieht sich dabei vor allem auf die Ökologie und die Biogeografie. Mittels eines phänologischen Kalenders werden die Eintrittszeiten bestimmter Erscheinungen erfasst. Insgesamt gibt es 10 phänologische Zeiten. Allerdings ist das Eintreten dieser Zeiten regional unterschiedlich und deckt sich nicht mit den meteorologischen oder astronomischen Jahreszeiten. Im Süden beginnen pflanzliche Entwicklungen in der Regel früher als im Norden, im Flachland ebenfalls eher als in höheren Lagen.
Der phänologische Kalender dient in der Landwirtschaft als Grundlage zur Beurteilung, welche Arbeiten anstehen und durchzuführen sind. Das Pflanzenjahr beginnt mit dem Vorfrühling Ende Februar-Anfang März. Die ersten Schneeglöckchen und der Winterjasmin blühen, Haselnuss und Salweide zeigen ebenfalls Blüten. Während des Erstfrühlings blühen Forsythie, Kirsche und Birne. Die Natur ergrünt. Landwirtschaftliche Produkte wie Kartoffeln und Rüben werden in die Erde gebracht.
Der Vollfrühling im April und Mai bringt dann überall das Grün zurück. Markant ist vor allem die Blüte des Apfels. Im Frühsommer, der größtenteils im Juni herrscht, blühen vorrangig Gräser und der Schwarze Holunder. Die heißeste Zeit des Jahres wird durch den Hochsommer gekennzeichnet. Dann blüht die Sommerlinde, Johannisbeeren reifen. Der Spätsommer lässt frühe Obstsorten reifen. Die zweite Heuernte wird eingefahren, das Heidekraut beginnt zu blühen.
Während des Frühherbstes reifen der Schwarze Holunder und die Haselnuss. Im Vollherbst können Quitten, Walnüsse, Äpfel und Wein geerntet werden. Das Laub beginnt sich zu verfärben. Mit dem Laubabwurf der Wildbäume setzt der Spätherbst ein. Ab Ende November herrscht dann Winter, die Vegetation ruht bis zum Start ins neue Gartenjahr.
Mehr entdecken
Das Gartenlexikon im September
Wissen für Ihren grünen Daumen

Baumschule
Das ist eine Anbaufläche für Bäume, Sträucher oder Rosen, die für den Verkauf bestimmt sind. In der Baumschule werden die Pflanzen aufgeschult oder in Containern kultiviert. Ab einer gewünschten Größe werden sie weiterverkauft. Bäume und Sträucher werden in der Regel durch Samen oder Teilung vermehrt. Dies dauert einige Jahre. Obstbäume werden durch die Veredelung vermehrt, um die Merkmalsausprägung beizubehalten.