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Juni startet wechselhaft – viele Regionen brauchen Regen

Nach der aktuellen Hitzewelle könnte sich das Wetter zum Start in den Juni deutlich umstellen. Während Ende Mai noch einmal sehr warme bis heiße Luft nach Deutschland gelangt, deutet sich im Verlauf der ersten Juniwoche ein wechselhafterer Wetterabschnitt an. Für viele Regionen wäre das dringend nötig, denn die Böden trocknen durch Sonne, Wärme und kaum Regen weiter aus.

Am 30. Mai liegt zunächst noch ein großes Bodenhoch über Mitteleuropa. Am Boden bleibt die Wetterlage damit vielerorts ruhig und freundlich. In der Höhe schwächt sich der starke Hochdruck der vergangenen Tage aber bereits langsam ab. Trotzdem steigen die Temperaturen in Deutschland zum Monatsende noch einmal deutlich an. Regional kann es sommerlich bis heiß werden.

Mit Beginn der ersten Juniwoche baut sich der Hochdruck nach und nach ab. Gleichzeitig kann von Westen oder Nordwesten her tiefdruckgeprägtere Luft nach Deutschland vorankommen. Dadurch gehen die Temperaturen zurück, und die Wetterlage wird deutlich unsicherer. Genau in dieser Umstellungsphase können größere Niederschlagssummen fallen. Es ist aber noch zu früh, um sicher zu sagen, wo am Ende wirklich viel Regen ankommt und wo kaum etwas fällt.

Bis etwa 7. Juni berechnen die Wettermodelle derzeit für viele Regionen Deutschlands Regen. Besonders im Norden Deutschlands und am Alpenrand könnten teils größere Mengen zusammenkommen. Im Norden ist die genaue Niederschlagsmenge aber noch sehr unsicher. Die Berechnungen ändern sich dort von Tag zu Tag. Deutlich stabiler sieht das Signal am Alpenrand aus: Dort tauchen in fast jeder Berechnung größere Regenmengen auf.

Für Teile des Südwestens sind die Aussichten dagegen weniger eindeutig. Dort könnte es regional auch bei deutlich geringeren Mengen bleiben. Insgesamt gilt: Die Wetterlage bietet zwar die Chance auf Regen, aber ob daraus verbreitet hilfreiche Niederschläge werden, ist noch offen.

Stand jetzt liegen die berechneten Temperaturen um den 9. Juni eher unter dem langjährigen Mittel. Nach der aktuellen Wärmephase könnte es also spürbar kühler weitergehen. Das wäre vor allem für die Natur wichtig, denn die Hitze lässt die ohnehin schon trockenen Böden weiter austrocknen.

Viele Regionen brauchen inzwischen dringend Regen. Besonders in weiten Teilen von Bayern und Baden-Württemberg ist der Boden sowohl in den oberen Schichten als auch tiefer unten deutlich zu trocken. Der DWD stellt Bodenfeuchte unter anderem für verschiedene Tiefen bis etwa 200 cm dar; auch der UFZ-Dürremonitor unterscheidet zwischen Oberboden und Gesamtboden beziehungsweise tieferen Bodenschichten.

Etwas besser sieht es derzeit nur dort aus, wo es im April häufiger geregnet hat. Dazu zählen Teile Ostdeutschlands sowie ein Streifen von Sachsen-Anhalt über Thüringen, Nordhessen und Südniedersachsen bis nach Nordrhein-Westfalen. Dort ist der Oberboden regional noch feuchter. In vielen anderen Regionen dürfte die warme und trockene Woche aber dafür sorgen, dass auch die oberen Bodenschichten weiter austrocknen.

Der mögliche Wetterwechsel Anfang Juni kommt also zur richtigen Zeit. Ob er aber wirklich flächendeckend genügend Regen bringt, bleibt weiter unsicher. Für die Natur wäre ein nachhaltiger Landregen deutlich besser als einzelne kräftige Schauer oder Gewitter. Denn nach der Trockenheit brauchen die Böden nicht nur punktuell Regen, sondern über mehrere Tage hinweg wiederholt Niederschläge.