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Klimaschutz: So kann jeder seinen Beitrag leisten

Dass es gerade einen Klimawandel gibt, sollte mittlerweile jedem klar sein. Die Temperaturen auf der Erde steigen, wodurch das Eis an den Polen schmilzt. Dadurch steigt der Meeresspiegel an.

Wetterphänomene werden immer extremer, die Weltmeere werden immer wärmer, die Gletscher gehen zurück und auch der Permafrostboden taut.

Die globale Erwärmung ist eine in erster Linie durch Menschen verursachte Krise. Sie kann und wird in den kommenden Jahrzehnten dramatische Folgen haben:

Mehr Dürreperioden und dadurch bedingte Hungersnöte

Gesundheitsrisiken durch steigende Temperaturen

Stärkere Verbreitung von Krankheitserregern und Schädlingen aufgrund wärmerer Temperaturen

Arten, die sich nicht so schnell an die neuen Bedingungen anpassen können, sterben oder werden bedroht

Die Ursachen für den Klimawandel liegen in der Atmosphäre. Da sich durch die Aktivität der Menschen auf der Erde ein erhöhter Anteil an CO2 in der Luft befindet, wird die Atmosphäre dichter. Die Wärme, die die Erde abstrahlt, kann daher nicht ins Weltall entweichen. Doch welche Aktivitäten sind es genau, die zum erhöhten CO2-Ausstoß in der Atmosphäre führen?

1. Fleischkonsum

Rund 52 Kilogramm Fleisch isst jeder Schweizer durchschnittlich pro Jahr, in Deutschland sind es sogar 60 Kilogramm. Dabei werden schon alleine für die Produktion von einem Kilo Fleisch 22 Kilogramm Getreide und über 50.000 Liter Wasser verbraucht. Außerdem stoßen Kühe Methangas aus, die der Atmosphäre schaden. Die Produktion eines Kilogramm Rindfleischs verbraucht so viel CO2 wie eine 250 Kilometer lange Autofahrt. Mit dem Verzicht auf Fleisch kann daher ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden.

Alternative? Eine klimaneutrale Alternative zu Fleisch ist eine pflanzliche Ernährung. Wer dennoch auf Fleisch nicht verzichten will, kann seinen Konsum zumindest reduzieren. Fleisch von Bio-Höfen aus der Region ist darüber hinaus umweltfreundlicher als zum Beispiel argentinisches Rindersteak oder Lamm aus Neuseeland. Schließlich muss dieses noch um die halbe Welt geflogen werden, was bei regionalem Fleisch entfällt.

2. Internetnutzung

Auch das Surfen und Streamen im Internet gilt als klimabelastend, da die Rechenzentren der Server einen hohen CO2-Ausstoß haben. Mal eben die Seriosität eines Online Casinos in der Schweiz oder Deutschland mit einem Klick checken zu wollen, verbraucht aber zum Beispiel nur rund 0,2 Gramm Kohlendioxid - im Vergleich zu einem Kilogramm Rindfleisch ist das sehr wenig. Streamen ist die eigentliche Umweltsünde in Sachen Internetnutzung. Anbieter wie Netflix oder Amazon Prime haben zum Beispiel alleine im Jahr 2018 einen Ausstoß von 300 Millionen Tonnen CO2 verursacht.

Alternative? Eine klimaneutrale Alternative zum Internet gibt es wohl nicht. Streaming lässt sich aber tatsächlich reduzieren, zum Beispiel durch mehr Spaziergänge in der Natur, Bücher lesen statt Fernsehen und viele andere Freizeitbeschäftigungen.

3. Fliegen

Fliegen ist einer der am häufigsten genannten Klimakiller. Zwar macht die zivile Luftfahrt nur 2,5 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen aus, dennoch hat zumindest das Thema Freizeitflüge jeder selber in der Hand. So lässt alleine ein Flug nach Mallorca pro Passagier zwei Quadratmeter Eis an den Polen schmelzen. 0,5 Tonnen CO2 fallen für einen Hin- und Rückflug von Zürich nach Palma an. Bei einem Transatlantikflug von Düsseldorf nach New York sind es auf der einfachen Strecke sogar rund 2,6 Tonnen CO2. Um das einzuordnen: Will man den Anstieg der Temperaturen um über 2 Grad noch in diesem Jahrhundert auf der Erde verhindern, so dürfte jeder Mensch bis 2050 nur noch 1 Tonne CO2 pro Jahr verbrauchen. Somit wäre Fliegen keine Option mehr.

Alternative? Für Urlaubsreisen darf es auch gerne mal der Zug oder das Auto sein. Dienstreisen können unter Umständen ebenfalls mit dem Zug oder Auto zurückgelegt werden. Und wer doch fliegen möchte oder muss, der kann zum Beispiel an Atmosfair spenden und so das ausgestoßene CO2 kompensieren. Das Geld wird genutzt, um in Klimaschutzprojekte zu investieren, die die Luftqualität auf der Erde verbessern.

4. Autofahren

Autofahren verursacht im Schnitt 150 Gramm CO2 pro gefahrenem Kilometer (beim Fliegen sind es 380 Gramm CO2 pro Kilometer). Auf eine Autofahrt von 100 Kilometer kommen also circa 15 Kilogramm CO2. In der Schweiz machen die Fahrzeugemissionen rund 40 Prozent der gesamten jährlichen Emissionen aus. In Deutschland sieht es ähnlich aus. Jeder, der aufs Auto verzichtet, leistet also einen Beitrag zum Klimaschutz.

Alternative? Eine tolle Alternative zum Auto ist das Fahrrad. Für längere Strecken eignen sich auch öffentliche Verkehrsmittel. Wer auf das Auto nicht verzichten kann, da er zum Beispiel nicht anders zu seinem Arbeitsplatz gelangt, der kann zumindest Fahrgemeinschaften bilden. So kann der CO2-Ausstoß reduziert werden. Für kurze Strecken sollte das Auto aber im besten Fall immer stehen bleiben. Mit dem Auto zum Bäcker zu fahren ist meist die pure Faulheit und ein wenig mehr Bewegung ist schließlich auch noch gesund.