Im Norden der USA werden häufig enorme Schneehöhen erreicht. Kalte Luftmassen aus dem Nordwesten überqueren dabei die noch relativ warmen Seeflächen an der Grenze zwischen Amerika und Kanada. Durch die enorme Größe dieser Seen kann viel Feuchtigkeit von der Luft aufgenommen werden und an Land mit enormen Schneemengen wieder entladen werden.
Der große Effekt dieser Seen wird klar, wenn man ihre Größe vergleicht: Der Bodensee misst eine Fläche von ungefähr 500 Quadratkilometer, während der Obere See in Nordamerika über 80.000 Quadratkilometer umfasst! Der "lake effect snow" ist in den nördlichen Bundesstaaten der größte Schneelieferant.
Bei uns in Deutschland tritt der Effekt besonders an der Ostsee auf: Polare Luft aus Norden oder Nordosten kann dann über der warmen Ostsee Feuchtigkeit aufnehmen und an den Küsten einige Zentimeter Schnee abladen.
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Redaktion von wetter.net
13. Dezember 2016·00:00 Uhr
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