Höhentief Danielle sorgt bei uns wie erwartet für Wetterkapriolen. In den höheren Lagen fällt Schnee. Stellenweise sind ab 800 m die Wiesen und auch die Straßen weiß. Weiter unten fällt dagegen teils kräftiger Regen. Lokal sind binnen 48 Stunden bis zu 60 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Das liegt daran, dass sich das Tief immer wieder über unseren Köpfen dreht.
Das Höhentief Danielle hängt quasi über Deutschland fest und dreht seine Kreise wie auf einem Karussell. Bringt immer wieder Regen und in den Hochlagen eben auch Schneeflocken. Die Sonne hat kaum Chancen. Das Tief Danielle hängt noch bis mindestens Sonntag bei uns fest. Nächste Woche bleibt es dann zwar meist wechselhaft, es wird aber plötzlich sprunghaft wärmer. Das gilt für den Südwesten und Süden. Dort können Montag und Dienstag wieder 20 oder 21 Grad erreicht werden. Aber nicht bei herrlichem Sonnenschein, sondern auch dann gibt es Wolken und Schauer. Aber: Ganz sicher sind sich die Wetter-Modelle da noch nicht. In der Übergangsjahreszeit zum Winter ist eben viel Bewegung in der Atmosphäre mir Überraschungspotential.
Nach dem aktuellen Stand der Modelle sieht es also so aus, als würde sich der Winter zumindest in der kommenden Woche noch nicht in Deutschland zu Wort melden. Es wird besonders im Südwesten offenbar nochmal so richtig warm.
Autor
Dominik Jung, Diplom-Meteorologe und Redaktionsleiter wetter.net
21. Oktober 2016·00:00 Uhr
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