Möglich wird das durch die kalte Luft in höheren Luftschichten und das in diesem Jahr überdurchschnittlich warme Nordseewasser. Über der warmen Wasseroberfläche verdunsten mehr Wassermoleküle als sonst, denn die vom Wasser gewärmte unterste Luftschicht unmittelbar über dem Meer kann durch die um 2 bis 3 Grad höheren Temperaturen gegenüber dem langjährigen Durchschnitt auch deutlich mehr Wasserdampf aufnehmen.
Das Wasserdampfplus wiederum liefert zusätzliche Energie. Da Wasserdampf leicht als trockene Luft ist, werden zudem die Aufstiegsprozesse der feuchten Bodenluft beschleunigt. Das Ergebnis sind mehr und höhere Wolkentürme, die ständig neue Schauer und Gewitter über dem warmen Nordseewasser liefern. Davon betroffen sind auch die Nordfriesischen Inseln und Teile Schleswig-Holsteins.
Bis Dienstag hält das gewitterreiche unbeständige Wetter im Nordseeumfeld an, betont das Team von wetter.net. Nur am Samstag lassen die Schauer und Gewitter vorübergehend etwas nach, so wetter.net.
Autor
Udo Baum, Diplom-Geograf und Meteorologe
13. August 2014·00:00 Uhr
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