Über dem östlichen Atlantik liegt das Tiefdruckgebiet Elvira, welches feuchtwarme Luftmassen von Südwesten nach Mitteleuropa führt und damit für das derzeit gewitterträchtige Wetter mit erhöhtem Unwetterpotential bei uns in Deutschland sorgt. Bereits gestern bildeten sich im Laufe des Tages mehrere Gewitterzellen in der Südhälfte. Platzregen, großer Hagel und Sturmböen waren die Folge.
Auch entlang des Erzgebirges sowie von der Eifel bis zum Taunus entluden sich zahlreiche Blitze und kräftiger Regen setzte zeitweise Straßen unter Wasser. In der Gemeinde Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen wurde am Mittag ein mutmaßlicher Tornado beobachtet, Schäden sollen aber nicht entstanden sein.
Die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden wurde in den Abendstunden von einem heftigen Unwetter getroffen. Starkregen sorgte für Überschwemmungen, Erdrutsche und überflutete Keller. Dazu gingen kräftige Hagelschauer nieder. Hagelkörner türmten sich teilweise 30 bis 40 Zentimeter hoch auf den Straßen und Gehwegen. Die Polizei und Feuerwehr war im Dauereinsatz.
Und auch heute und in den kommenden Tagen hält die brisante Wetterlage an. In der weiterhin schwülen Luft muss in weiten Teilen Deutschlands immer wieder mit unwetterartigen Gewittern gerechnet werden.
Autor
Julia Eckert, B. Sc. Meteorologie
28. Mai 2016·00:00 Uhr
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