Die Meteorologen vom US-Wetterdienst NOAA sind ihrer Zeit allerdings schon wieder einen Schritt voraus und haben einen ersten Klimatrend für den Winter 2015/2016 erstellt.
Dieser fällt nicht gerade besonders freundlich aus: es im kommenden Winter eher nass und mild werden.
Allerdings gilt es zu bedenken: Eine Wettervorhersage über mehrere Wochen oder gar Monate ist nicht möglich. Was hier zugrunde liegt, sind sogenannte Klimatrends wie sie etwa von führenden Klimaexperten benutzt werden, um das Klima im Jahr 2050 oder 2100 zu berechnen bzw. abzuschätzen.
Entsprechend hoch sind die Unsicherheiten solcher Aussagen. Fazit: Kein Mensch und auch kein Diplom-Meteorologe weiß heute wie der Winter tatsächlich werden wird! Seinen Urlaub sollte man nach diesen Klimatrends nicht planen.
Nach dem aktuellen Trend sollen alle Monate überdurchschnittlich zu warm ausfallen. Zudem soll die Niederschlagsneigung höher sein als im langjährigen Mittel. Das würde insgesamt auf einen typisch milden Westwindwetter-Winter hindeuten: viel milde Luft, viel Regen und damit viele Tiefdruckgebiete die auch wieder eine ganze Reihe von Stürmen zu uns bringen könnten.
Für die tiefen und mittleren Lagen wäre das in Sachen Schnee sicherlich keine gute Nachricht. Trotzdem kann es natürlich auch in einem milden Winter Phasen mit Eis und Schnee geben. Sie wären allerdings in der Minderheit.
Wie der Winter letztlich tatsächlich werden wird, das können wir mit fachlicher Sicherheit erst Ende Februar beantworten.
Autor
Dominik Jung, Diplom-Meteorologe und Redaktionsleiter wetter.net
29. September 2015·00:00 Uhr
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