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Sturm zur Zeitumstellung: An der Küste drohen schwere Sturmböen

21. Oktober 2026·12:04 Uhr
Zuletzt aktualisiert:
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Sturm DeutschlandWetterlage
Sturm zur Zeitumstellung: An der Küste drohen schwere Sturmböen

In der Nacht zum Sonntag werden die Uhren um eine Stunde zurückgestellt, die gewonnene Stunde dürfte an Nord- und Ostsee aber recht laut ausfallen. Nach Sturmtief Austen am Freitag frischt der Wind am Sonntag erneut kräftig auf, an der Küste sind schwere Sturmböen möglich. Ab Montag wird es dann abends eine Stunde früher dunkel, und das bei nassem Laub auf den Straßen.

Erst Austen, dann der Sonntagssturm

Am Freitag erreicht Sturmtief Austen den Westen und Südwesten mit stürmischen Böen und Sturmböen aus Südwest, im höheren Bergland sind schwere Sturmböen und vereinzelt Orkanböen möglich. Der Samstag bringt nur eine kurze Verschnaufpause, an der See bleibt es stürmisch. Am Sonntag legt der Wind wieder zu: An Nord- und Ostsee rechnen wir mit Sturmböen, teils schweren Sturmböen um Windstärke 10. Auch im Westen und Norden sind stürmische Böen möglich, im Nordwesten einzelne kräftige Gewitter. In den Staulagen von Schwarzwald, Eifel und Rothaargebirge kann es länger regnen. Erst am Dienstag beruhigt sich das Wetter.

Ab Sonntag eine Stunde früher dunkel

Um 3 Uhr springt die Uhr auf 2 Uhr zurück, Handys und Funkuhren stellen sich selbst um. Spürbar wird das am Nachmittag: In Hamburg geht die Sonne am Samstag um 18.03 Uhr unter, am Sonntag schon um 17.01 Uhr. Anfang Oktober war es dort noch bis 18.56 Uhr hell. In München ist am Sonntag um 17.06 Uhr Sonnenuntergang. Wer ab Montag nach Feierabend nach Hause fährt, ist damit oft in der Dämmerung unterwegs. Bei Wind, Regen und nassem Laub auf Straßen und Radwegen lohnt sich ein langsameres Tempo, zudem können Äste auf der Fahrbahn liegen.

Warum die Uhren immer noch umgestellt werden

Eigentlich sollte die Zeitumstellung längst Geschichte sein. An einer Online-Umfrage der EU-Kommission nahmen 2018 rund 4,6 Millionen Menschen teil, 84 Prozent stimmten für die Abschaffung. Im März 2019 sprach sich das Europäische Parlament mit 410 zu 192 Stimmen dafür aus. Seitdem hängt das Vorhaben im Rat fest, weil sich die Mitgliedstaaten nicht einigen können, ob dauerhaft Sommer- oder Normalzeit gelten soll. Für viele bleibt die Umstellung lästig: Nach einer DAK-Umfrage klagen rund 36 Prozent der Männer und 22 Prozent der Frauen danach über Beschwerden wie Schlafprobleme.

Johannes Graf
Über den Autor

Johannes Graf

B. Sc. Meteorologie

Schon seit meiner Kindheit empfinde ich eine große Leidenschaft für meteorologische Phänomene. Das Wetter draußen zu beobachten sowie die ständigen Schwankungen des Thermometers faszinieren mich nach wie vor. Diese Verbundenheit mit der Meteorologie motivierte mich dazu, ein Meteorologiestudium am Karlsruher Institut für Technologie zu absolvieren. Seit April 2022 lebe ich meine Leidenschaft beruflich aus und bin Mitglied des Teams bei Q.met.

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