Der Inselstaat Sri Lanka wurde in den vergangenen Tagen von kräftigen Unwettern mit Starkregen getroffen. Innerhalb 24 Stunden fielen gebietsweise über 100 Liter Regen pro Quadratmeter, teils auch deutlich mehr. In der Hauptstadt Colombo wurden 219 Liter und in dem etwas weiter nördlich gelegenem Ort Katunayake sogar 260 Liter pro Quadratmeter gemessen. Durch die enormen Wassermengen kam es zu Überschwemmungen und Erdrutsche.
Die meisten Schulen in Colombo blieben am Montag geschlossen, Flüge wurden umgeleitet. Tausende Bewohner mussten evakuiert werden. Für mindestens acht Menschen kam jedoch jede Hilfe zu spät. Unter den Todesopfern ist auch ein zehn Monate altes Baby.
Das verantwortliche Tiefdrucksystem zieht allmählich weiter nordwärts an der indischen Ostküste entlang. Die Regengebiete werden aber auch noch in den kommenden Tagen über Sri Lanka ziehen, sodass sich die Lage vorerst kaum entspannen wird.
Autor
Julia Eckert, B. Sc. Meteorologie
17. Mai 2016·00:00 Uhr
1 Min. Lesezeit
ohne Kategorieohne Kategorie
Kein Bild verfügbar