Kalendarisch beginnt der Herbst in diesem Jahr am 23. September um 10:21 Uhr, wenn die Sonne exakt senkrecht über dem Äquator steht. Zum Herbstanfang sind überall auf der Erde Tag und Nacht gleich lang, also 12 Stunden. Deshalb wird er auch als Tag-und-Nacht-Gleiche bezeichnet. Ab diesem Tag werden auf der Nordhalbkugel bis zum Winteranfang die Tage kürzer und die Nächte länger. Auf der Südhalbkugel umgekehrt, dort beginnt der Frühling. Der meteorologische Herbst ist bereits drei Wochen alt, er beginnt immer am 1. September des Jahres. Grund dafür ist die bessere statistische Verarbeitung von ganzen Monaten. Alle Jahreszeiten werden deshalb meteorologisch auf jeweils drei Monate festgelegt.
Der kalendarische Herbstanfang zeigt sich in diesem Jahr von seiner ungemütlichen Seite. Durch kalte Luft in der Höhe bilden sich viele dichte Wolken über weite Teile Deutschlands, die verbreitet Regenschauer abladen. Örtlich sind auch Blitz und Donner dabei. Im Nordwesten sind die Chancen auf Sonnenschein am höchsten, dort steigen die Temperaturen bis auf 19 Grad. In den Mittelgebirgen werden lediglich 10 Grad erreicht. Der Wind weht mäßig bis frisch aus Südwest bis West, in Schauernähe stark böig.
Doch die darauffolgenden Tage machen Hoffnung, denn der Altweibersommer kündigt sich an. Hochdruckeinfluss macht sich in Deutschland bemerkbar und lässt sowohl die Temperaturen als auch die Sonnenscheindauer ansteigen. Bis in die nächste Woche erfreut uns vielerorts die Sonne und kurze Regenschauer bleiben eine Seltenheit.
Autor
Julia Eckert, B. Sc. Meteorologie
21. September 2015·00:00 Uhr
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