Es gibt bisher auch keinerlei Belege dafür, dass die Anzahl der Unwetter in den vergangenen Jahren zugenommen haben. Allerdings konnte man feststellen, dass die einzelnen Unwetter an ihrer Stärke schon etwas heftiger geworden sind.
Das es in diesem Juli so oft Unwetter gibt ist reiner Zufall. Der Juli 2013 brachte noch das exakte Gegenteil. Er war viel zu trocken und brachte nur selten Gewitter. Nach den Unwettern de vergangenen Tage hat man allerdings schon wieder die ersten Klimaprognosen vernommen, die uns ankündigen, dass die extremen Starkregenfälle in den nächsten Jahren weiter zunehmen sollen.
Seltsam: Nach dem trockensten und heißesten Sommer aller Zeiten im Jahr 2003, gingen die Klimaexperten noch davon aus, dass die Sommer zukünftig immer trockener werden würden, sogar von einer Dürre war die Rede gewesen.
Man muss sich so langsam wirklich fragen, wer hier wem folgt: Das Klima den Prognosen oder die Prognosen dem Klima. Die derzeitigen Unwetter scheinen für den ein oder anderen Klimaexperten eine willkommene Gelegenheit zu sein, das Thema Klimawandel wieder in den Fokus zu rücken, um daraus neue Forschungsgelder zu akquirieren.
Autor
Dominik Jung, Diplom-Meteorologe und Redaktionsleiter wetter.net
30. Juli 2014·00:00 Uhr
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