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Wintereinbruch in den Alpen: Furka, Susten und Nufenen gesperrt

21. Oktober 2026·15:03 Uhr
Zuletzt aktualisiert:
2 Min. Lesezeit
WetterlageWintersport
Wintereinbruch in den Alpen: Furka, Susten und Nufenen gesperrt

Der Winter klopft in den Alpen ungewöhnlich früh an. In der Schweiz sind seit Dienstagabend mehrere Pässe wegen Schnee gesperrt, am Alpenhauptkamm kann bis Donnerstag ein halber Meter Neuschnee zusammenkommen. Auch im Allgäu und in den bayerischen Alpen sinkt die Schneefallgrenze deutlich. Wer in den Herbstferien mit dem Auto in den Süden will, sollte seine Route jetzt genau prüfen.

Erste Pässe schon im Oktober dicht

Nach Angaben von 20 Minuten sind Furka- und Nufenenpass seit Dienstagabend gesperrt, der Sustenpass seit Mittwochmorgen. Am Grossen St. Bernhard gilt seit Montag, 19. Oktober, um 8 Uhr die Wintersperre, auch die Grosse Scheidegg ist zu. Weitere Sperrungen sind möglich. Normalerweise beginnen die Wintersperren der Schweizer Pässe laut TCS erst im November. Als in der Regel ganzjährig befahrbar gelten Simplon, Julier und Oberalp. Auf allen Strecken muss man aber mit kurzfristigen Sperren und Kettenpflicht rechnen.

Bis zu einem halben Meter Neuschnee am Hauptkamm

MeteoSchweiz erwartet, dass die Schneefallgrenze in der Deutschschweiz im Laufe des Mittwochs von 2500 auf rund 1400 Meter sinkt, in den Tälern Graubündens nachts teils unter 1000 Meter. Oberhalb von 2500 Metern kommen 20 bis 40 Zentimeter Neuschnee zusammen, am Alpenhauptkamm bis zu 50. Im Tessin fallen 70 bis 120 Liter Regen pro Quadratmeter, dort gilt Gefahrenstufe 2 von 5. Auf deutscher Seite sinkt die Schneefallgrenze ab dem Abend auf 1000 bis 1300 Meter. Oberhalb von 1500 Metern rechnen wir bis Donnerstagfrüh mit 5 bis 10, in Staulagen bis 20 Zentimetern. Im Allgäu sind bis zu 30 Liter Regen möglich.

Kurze Pause, dann Sturm im Hochgebirge

Am Donnerstag beruhigt sich das Wetter unter einem Zwischenhoch, in den Bergen scheint dann häufig die Sonne auf frischen Schnee. Schon am Freitag zieht aber der nächste Sturm durch. Im Westen und Südwesten Deutschlands gibt es stürmische Böen oder Sturmböen, im höheren Bergland und in den Alpen schwere Sturmböen und vereinzelt Orkanböen. Am Wochenende bleibt es unbeständig und für die Jahreszeit kühl. Wer über die Alpen fährt, sollte Winterreifen aufziehen, Schneeketten mitnehmen und vor der Abfahrt die aktuellen Passmeldungen von TCS oder ADAC prüfen.

Dominik Jung
Über den Autor

Dominik Jung

Diplom-Meteorologe

Als Diplom-Meteorologe stehe ich seit 2002 für das Wetter-TV von wetter.net vor der Kamera. Täglich ordne ich die aktuelle Wetterlage ein, bewerte die Langfristmodelle und erkläre, was hinter Extremwetterlagen wirklich steckt. Über 16 Millionen Mal wurden meine Prognosevideos bisher abgerufen.

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