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Kategorie: Wissenswertes Thema: Biowetter, Pollenflug

Beifuß- und Ambrosiapollen in Fluglaune

Bevor die Pollensaison zu Ende geht, sorgen derzeit der stark allergene Beifuß und die Ambrosia noch mal für einen massiven Pollenflug. Besonders die Osthälfte ist momentan besonders massiv davon betroffen.

Aber auch in den übrigen Landesteilen ist vor allem mit einem hohen Vorkommen von Beifußpollen zu rechnen. Lediglich die Inseln und die höheren Mittelgebirgslagen verzeichnen eine geringere Belastung. Die Pollen der Ambrosia (Beifußblättriges Traubenkraut) sind unterdessen noch auf Expansionskurs. Im Westen und Süden ist die allergene Belastung derzeit noch schwach, wie die Auswertungen der Pollenfallen ergeben. Das sommerliche Wetter wird jedoch in den nächsten Tagen zu einer anhaltend erhöhten Pollenbelastung führen.

In den vergangenen Jahren hat die Bedeutung des Ambrosiapollenflugs erheblich an Bedeutung gewonnen. Bei der Pflanze handelt es sich um einen sogenannten „Neophyt", also eine eingewanderte Pflanze. Ihre Pollen können auch bei Nichtallergikern allergische Reaktionen auslösen, und auch das Berühren des Blütenstandes kann zu Hautreaktionen führen. Die Ambrosia gehört daher in unseren Breiten zu den höchstallergenen Pflanzen. Immerhin haben verschiedene Bekämpfungsmaßnahmen zu einer teilweise kontrollierten Eindämmung der Pflanzen in Deutschland geführt. In vielen Bundesländern gibt es Meldestellen, die das Vorkommen und die Ambrosia-Standorte genau kartieren. In der Schweiz und in Ungarn besteht sogar eine Bekämpfungspflicht der Ambrosia. Der Beifuß ist hingegen eine heimische Pflanze, die hier häufig vorkommt.