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Eiskalter Angriff: Windchill treibt Temperaturen auf Rekordminus – Deutschland friert bis auf die Knochen

Deutschland steckt mitten in einem eisigen Winter-Wetter-Chaos: Stürmische Böen, Dauerfrost und Schneeverwehungen lassen die gefühlte Temperatur drastisch sinken. Besonders der Windchill treibt Menschen und Tiere an ihre Grenzen – akute Gefahr für Erfrierungen und Unfälle durch Glatteis.

Am Mittwoch erlebt Deutschland eine massive Nordwestfront, die dichte Wolken, Schneeschauer und stürmische Böen bringt. In den Küstenregionen fegt der Wind mit Geschwindigkeiten von bis zu 80 km/h über offene See und Land, während im Binnenland verbreitet Dauerfrost herrscht. Die Temperaturen liegen zwischen -2 und +2 °C im Nordwesten, im Binnenland sinken sie auf -5 bis 0 °C, lokal sogar noch tiefer. Schon diese Werte sind winterlich, doch der eigentliche Feind ist unsichtbar: der Windchill-Effekt, der die gefühlte Temperatur massiv nach unten treibt.

Der Windchill beschreibt, wie kalt sich die Luft tatsächlich anfühlt, wenn der Wind den Körperhitzeverlust beschleunigt. Vereinfacht gesagt: Der Wind bläst die wärmende Luftschicht an der Haut weg, der Körper muss mehr Energie aufbringen, um sich warm zu halten. So fühlt sich ein milder Frost von -2 °C bei stürmischem Südwind wie -10 °C an. In exponierten Lagen, an Küsten und Mittelgebirgszügen, kann die gefühlte Temperatur sogar noch deutlich tiefer liegen – ein erhebliches Risiko für Erfrierungen, besonders an Händen, Gesicht und Ohren. Bereits 30 Minuten ungeschützter Aufenthalt können ausreichen, um Hautschäden zu verursachen.

Die Nacht zum Donnerstag verschärft die Lage weiter: Der Südosten kühlt auf -16 °C, in alpinen Tälern sind lokal sogar -18 °C möglich. Gleichzeitig treiben Schneeverwehungen und stürmische Böen die gefühlten Temperaturen noch weiter in den Keller. Glatteis durch gefrierenden Regen droht vor allem im Norden und auf Brücken. Autofahrer, Radler und Fußgänger müssen besonders vorsichtig sein – schon kurze Exposition kann gefährlich werden.

Experten betonen: Der Windchill ist keine gemessene Temperatur, sondern ein Maß für die Geschwindigkeit des Wärmeverlusts am Körper. Er dient als Richtwert für Sicherheitsmaßnahmen: Warme Kleidung, Kopfbedeckung, Handschuhe und begrenzte Aufenthalte im Freien sind essenziell. Für Sportler, Kinder, Senioren und Haustiere ist besondere Vorsicht geboten.

Die Kombination aus Schnee, Dauerfrost und Wind macht die kommenden Tage zu einem gefährlichsten meteorologischen Szenario. Wer draußen unterwegs ist, sollte die Windchill-Werte ernst nehmen – der Winter zeigt aktuell seine eisige Kehrseite mit voller Wucht.