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Februar überaus mild, sonnig und zu trocken

Schon jetzt ist klar: der Februar 2019 geht in die Klimahistorie als viel zu mild, zu trocken und überdurchschnittlich sonnig ein. Mit Hoch Erika nimmt der Vorfrühling in der zweiten Wochenhälfte im Westen und Süden, am Wochenende dann überall einen neuen Anlauf.

Die überdurchschnittlich hohen Temperaturen mit örtlichen Rekorden für Mitte Februar bleiben uns auch im letzten Monatsdrittel erhalten, besonders im Westen und Südwesten. Dort nimmt das Wärmeplus weiter zu, Temperaturen von 3 bis 4 Grad über dem langjährigen Mittelwert sind durchaus wahrscheinlich.

Dagegen ist die Sonnenscheinbilanz schon jetzt über die Fläche unseres Landes gemittelt im Bereich des Solls, obwohl noch ein Drittel des Monats aussteht. Hier können wir auf einen Überschuss an Sonnenstunden von 20 bis 70% hoffen. Insgesamt ist dabei der Süden und Südwesten im Vorteil.

Sorgenkind ist und bleibt die Regenmenge. Ergiebige Niederschläge sind abgesehen von einem Regenereignis Anfang des Monats weitgehend ausgeblieben. Damit bleiben die zu erwartenden Mengen verbreitet um ein Drittel bis zwei Drittel hinter den Normalwerten für den Februar im langjährigen Mittel zurück. Weiterer Trockenstress für die Flora ist in weiten Landesteilen vorprogrammiert, warnt das Team von wetter.net. Besonders die stark wachsende Zahl kranker Bäume und die ungebremste Schädlingsausbreitung bereiten große Sorgen.

Ob Anfang März dem Winter noch einmal eine späte Rückkehr gelingt, bleibt abzuwarten. Was die Flora auf jeden Fall dringend braucht, ist ein nasses Frühjahr, um für den Sommer mit hohen Verdunstungsraten gewappnet zu sein.