Kathy Schrey
Großwetterlage: Zwischen Atlantikdruck und kontinentaler Kälte- ein wenig Wetterstress für Deutschland
Großwetterlage: Zwischen Atlantikdruck und kontinentaler Kälte
Über Mitteleuropa setzt sich eine spannungsgeladene Wetterlage fort. Während über dem Atlantik ein außergewöhnlich kräftiges Tiefdrucksystem rotiert, bleibt dessen direkter Einfluss auf Mitteleuropa begrenzt. Stattdessen bestimmt ein schwach zyklonal geprägtes Strömungsmuster das Geschehen, bei dem milde Luft in höheren Schichten aus Westen gegen bodennahe Kaltluft aus Osten anarbeitet. Diese Konstellation begünstigt Wolkenaufzug, lokale Niederschläge und erhebliche Temperaturunterschiede innerhalb des Landes – ohne einen durchgreifenden Wetterumschwung einzuleiten.
Heute:
Mehr Wolken, wenig Dynamik, markante Temperaturgegensätze Am Freitag nimmt der Tiefdruckeinfluss leicht zu, was sich vor allem in einer zunehmenden Bewölkung bemerkbar macht. Aus westlichen Richtungen ziehen vermehrt hohe und mittelhohe Wolkenfelder auf, während tiefere Wolken eher eine Nebenrolle spielen. In den westlichen und südwestlichen Landesteilen ist der Himmel zeitweise stark bewölkt.
Besonders in den frühen Stunden kann es dort vereinzelt zu leichtem Regen oder Nieselregen kommen. Aufgrund bodennaher Minusgrade besteht lokal die Gefahr von Glätte. Gegen Abend erreichen neue schwache Niederschläge erneut den Südwesten. Die Temperaturen steigen hier auf 0 bis 8 Grad, mit den höchsten Werten in den westlichsten Regionen. In den zentralen und östlichen Landesteilen bleibt es überwiegend trocken. Dort wechseln sich Wolken, Hochnebel und sonnige Abschnitte ab. Am freundlichsten zeigt sich das Wetter in den östlichen Mittelgebirgsregionen, wo die Sonne zeitweise kaum gestört wird.
Trotz der Auflockerungen bleibt es winterlich kalt: Die Höchstwerte liegen verbreitet bei -6 bis -2 Grad, lokal auch darunter. Im Norden hält der kräftige Ostwind an. Vor allem in Küstennähe treten starke bis stürmische Böen auf, die das Kälteempfinden zusätzlich verschärfen.
Die Wetteraussichten:
Nacht zum Samstag:
Zunehmende Niederschläge und Glättegefahr In der Nacht zum Samstag verdichtet sich die Wolkendecke vor allem im Westen und Südwesten. Dort setzt zeitweise Niederschlag ein, der je nach Region und Temperatur als Regen, Schneeregen oder Schnee fällt. In der Übergangszone zur Landesmitte ist auch gefrierender Regen möglich, wodurch sich verbreitet Glätte bilden kann. In den übrigen Landesteilen bleibt es teils aufgelockert, teils halten sich Nebel- oder Hochnebelfelder. Die Tiefstwerte reichen von +1 Grad im Westen bis -9 Grad im Osten, in höher gelegenen Regionen teils darunter.
Samstag: Trübe Osthälfte, milder Westen mit Niederschlägen Am Samstag zeigt sich das Wetter weiterhin zweigeteilt. In den nördlichen und östlichen Landesteilen dominiert eine dichte Hochnebeldecke, die sich nur selten auflockert. Von Westen her breitet sich erneut eine geschlossene Wolkendecke ostwärts aus. Dabei kommt es zeitweise zu Niederschlägen, die je nach Temperatur als Regen oder Schnee fallen. Besonders im Übergangsbereich nach Nordwesten besteht erneut die Gefahr von gefrierendem Regen. Die Temperaturen erreichen -4 bis 2 Grad, im Südwesten lokal bis 8 Grad. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Ost bis Nordost, an den Küsten zeitweise mit stürmischen Böen.
Sonntag: Grau dominiert, Schnee an der Ostsee Am Sonntag überwiegt landesweit dichte Bewölkung. Nur im Westen gibt es vereinzelt größere Auflockerungen. In Küstennähe zur Ostsee treten einzelne Schneeschauer auf. Im weiteren Tagesverlauf kann es im Südosten gebietsweise zu leichtem Schneefall kommen. Die Temperaturen bewegen sich zwischen -3 und +5 Grad. Der Wind bleibt schwach bis mäßig aus nordöstlichen Richtungen, an den Küsten stark böig.
Montag: Winterlich trüb mit Schnee im Südosten Der Montag verläuft meist bedeckt. Vor allem in der südöstlichen Landeshälfte fällt zeitweise Schnee. Der Nordwesten bleibt häufiger trocken. Die Höchstwerte liegen zwischen -3 und +2 Grad, im Osten verbreitet bei -6 bis -2 Grad. Der Nordostwind frischt erneut böig auf, insbesondere in Küstennähe.
Dienstag: Zunächst ruhig, später neue Niederschläge von Westen Am Dienstag bleibt es überwiegend stark bewölkt mit nur kurzen Auflockerungen. Zunächst verläuft der Tag meist trocken. Erst zum Abend hin ziehen von Westen neue Niederschläge auf, deren Form noch unsicher ist: Schnee oder gefrierender Regen sind möglich. Die Temperaturen erreichen -5 bis +3 Grad. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Südost.
Mittwoch: Wolkenreich mit Schnee, im Westen teils Regen Am Mittwoch dominieren erneut viele Wolken. Gebietsweise fällt Schnee, im Westen kann dieser bei leicht positiven Temperaturen auch in Regen übergehen. Die Höchstwerte liegen zwischen -3 und +3 Grad. Der Wind spielt kaum eine Rolle und bleibt meist schwach.
Donnerstag: Weiterhin wechselhaft, Ost-West-Gegensatz hält an Auch am Donnerstag setzt sich das wechselhafte Winterwetter fort. Viele Wolken bestimmen das Bild, örtlich fällt etwas Schnee. Im Westen bleibt es etwas milder, während der Osten länger in der kalten Luft verbleibt. Die Temperaturen bewegen sich erneut zwischen -3 und +6 Grad.