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Höchster Tropensturm-Alarm vor der australischen Nordküste

Wie an einer Schnur aufgereiht ziehen derzeit gleich drei Tropenstürme von Australien in Richtung Madagaskar. Trevor, Veronica und Savannah bewegen sich alle zwischen dem 20. und 10. Breitengrad auf der Südhalbkugel. Zwei der Stürme werden Australien erfassen und wahrscheinlich schwere Verwüstungen verursachen.

Unruhige Wetterzeiten herrschen aktuell an der Nordküste Australiens und über dem mittleren Indischen Ozean, denn gleich drei Tropenstürme drehen hier ihre Kreise. Am östlichsten befindet sich Tropensturm Trevor, der zugleich der Stärkste der Stürme ist. Mit möglichen Spitzenböen bis knapp 260 km/h am kommenden Samstag könnte er sich zu einem Sturm der höchsten Kategorie 5 entwickeln und damit richtig gefährlich werden, denn: Trevor, der momentan über der Nordspitze Queenslands liegt, wird über den Golf von Carpentaria ziehen und dabei einen Südwestkurs einschlagen. Im Dunstkreis der Pellew Inseln unmittelbar an der Küste des Northern Territory wird Tropensturm Trevor am Samstag erwartet. Es werden heftige Starkregenfälle und großflächige Überschwemmungen in weiten Teilen des Bundesstaates befürchtet.

Doch nicht nur das Northern Territory liegt im Fokus eines Tropensturms, auch die Nordküste des Western Territory gerät unter Tropensturm-Einfluss. Hier wird Zyklon Veronica Berechnungen zufolge in der Nacht zum Samstag zwischen Port Hedland und Learmonth mit Spitzenböen bis zu 240 km/h (Sturmkategorie 4) auf das Festland prallen. Es werden ebenfalls intensive Starkregenfälle mit der Gefahr von weiträumigen Überflutunten erwartet.

Mit Tropensturm Savannah dreht ein weitaus ungefährlicherer Zyklon über dem Indischen Ozean mit Spitzenböen bis 90 km/h seine Kreise. Er wird zum Ende der Woche über dem Meer allerdings immer schwächer und sich dann auflösen.

Unsicher bleibt indes die Entwicklung östlich vor Madagaskar. Hier könnte sich in den kommenden Stunden ein neuer Tropensturm bilden, der an der Nordspitze der größten afrikanischen Insel in Richtung der Ostküste Afrikas ziehen könnte.