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Kältewelle bahnt sich an – Märzwinter möglich

Die letzten Februartage stehen ganz im Zeichen von knackiger Kälte, die sich in einer waschechten Kältewelle manifestiert. Auch zum Monatswechsel und zum Beginn des meteorologischen Frühlings bleibt es eisig kalt.

Während die Wintermonate Dezember und Januar deutlich zu mild waren (Dezember rund 1,5°C zu mild, Januar mehr als 4°C zu mild), gibt sich der Februar als echter Wintermonat und bringt kurz vor Ende des meteorologischen Winters noch mal einen richtigen Paukenschlag: Nach aktuellen Berechnungen steht uns die längste Kältephase des Winters 2017/2018 bevor, die zu einer Kältewelle mit anschließendem Märzwinter werden könnte.

Unter dem Einfluss von Hoch Fritz wird es bei uns in Deutschland in den kommenden Tagen immer kälter. So gibt es am morgigen Dienstag und am Mittwoch minus 2 Grad in den Alpentälern und 6 Grad am Niederrhein, am Donnerstag werden nur noch minus 4 in den Alpen und 5 Grad entlang des Rheins erreicht. Der Freitag bringt ebenfalls minus 3 bis 5 Grad, der Samstag minus 5 Grad im Erzgebirge und 4 Grad am südlichen Oberrhein. Am Sonntag könnten die Temperaturen, so die momentanen Berechnungen, vielerorts unter bzw. um null Grad bleiben; die Tagesspanne liegt bei minus 9 Grad in den Alpen und 1 Grad am Rhein. Auch in der neuen Woche wird uns das kalte Wetter begleiten, Dauerfrost auch am Tag ist vor allem zwischen der Ostsee und der Südhälfte zu erwarten, aber auch im Westen liegen die Höchstwerte teilweise unter dem Gefrierpunkt. In den Nächten wird der anfangs leichte bis mäßige Frost in einen mäßigen bis strengen Frost übergehen, das bedeutet Tiefstwerte zwischen minus 5 und minus 15 Grad könnten sich ab dem Wochenende einstellen. Im Bereich der Alpen werden sogar Temperaturen um minus 20 Grad (sehr strenger Frost) erwartet. Wettertechnisch stellt sich ein Mix aus dichten Wolken, etwas Nebel und Sonnenschein ein. Schneefälle beschränken sich vorerst auf die Gebiete südlich der Donau. Erst am Sonntag nehmen dann im ganzen Land Wolken überhand, die auch im Norden und der Mitte für Schneeschauer oder Schneefälle mit Glättegefahr sorgen.

Der Monatswechsel könnte, wenn sich die nordöstliche Strömung fortsetzt, ebenfalls knackig kalt ausfallen. Damit wäre der Anfang für einen möglichen Märzwinter gemacht. Der Märzwinter bezeichnet eine Wettersingularität, bei der im März ein Kälteeinbruch aus Nordosten stattfindet, der zu mäßigen bis strengen Nachtfrösten führt. Der März 2013 (siehe nachfolgendes Video) ging als einer der kältesten seiner Zunft ein. Ob es letztlich einen Märzwinter 2018 geben wird, bleibt noch abzuwarten, der Anfang ist mit der bevorstehenden Kältewelle jedenfalls gemacht.