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Kategorie: Rückblicke Thema: Monat

Mai-Halbzeit: Zwischen Waldbrandgefahr und Überflutungen

Nachdem der vergangene April der wärmste seit 1881 war, zeigte sich auch der Mai bisher von seiner sommerlichen Seite. Hohe Temperaturen und viel Sonnenschein verstärken dabei die Trockenheit. Mancherorts sorgten Unwetter aber auch schon für Überflutungen.

Vom Aprilsommer ging es in den Maisommer. Vielerorts blieben die Temperaturen auf einem sommerlichen Niveau. An mehreren Tagen wurde mit Höchstwerten von 28 bis 29 Grad nur knapp die 30-Grad-Marke und damit ein weiterer Hitzetag verfehlt. Im deutschlandweiten Mittel waren die letzten zwei Wochen schon etwa 2,5 Grad wärmer als für Mai üblich.

Neben der Wärme blieb auch die anhaltende Trockenheit ein Thema. Besonders in der ersten Maidekade kam in den meisten Regionen nicht ein Regentopfen vom Himmel. Damit einher geht eine extreme Waldbrandgefahr. Auch aktuell gilt in der Nordosthälfte noch stellenweise die höchste Gefahrenstufe. Erst am vergangenen Sonntag löste ein Mann versehentlich einen Waldbrand aus, der etwa zwei Hektar Unterholz vernichtete bis die freiwillige Feuerwehr die Flammen gelöscht hatte.

Im Kontrastprogramm zur erheblichen Trockenheit vieler Regionen haben in den vergangenen Tagen stellenweise schwere Unwetter gewütet. Diese sorgten vor allem für Starkregen, wobei mancherorts enorme Regenmengen zusammen kamen, die zahlreiche Straßen und Keller unter Wasser setzten. Wie immer bei derartigen Gewitterschauern, liegen dabei trockene und überflutete Regionen nah beieinander, sodass sich die Niederschlagsmengen deutschlandweit stark unterscheiden. Während in Emden das Regensoll des gesamten Monats schon fast erreicht ist, hat man in Potsdam oder Straubing noch immer nichts vom Regen gesehen.

Die Sonnenstunden verteilen sich dagegen deutlich gleichmäßiger über das gesamte Land. Oftmals verwöhnte uns die Sonne, sodass wir im Mittel bereits über 60 Prozent des langjährigen Vergleichswertes erreicht haben.