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Kategorie: Unwetter

Mittelmeerraum im Griff heftiger Regengüsse

Mit Sabine hat sich ein Tiefdruckgebiet der wirklich ungemütlichen Sorte über Italien eingenistet. Bereits seit Wochenbeginn dreht es über Korsika und Sardinien seine Kreise und wird auch in den kommenden Tagen kaum von der Stelle kommen. Die Folge: Intensive Regengüsse und Schneefälle zwischen Libyen, Italien und dem Balkan.

Während sich eine Hochdruckbrücke über dem westlichen Europa und dem Osten aufgebaut hat, müssen Tiefdruckgebiete derzeit einen weiten Umweg über den Süden des Kontinents nehmen, um ostwärts voranzukommen. Dies hat in den südlichen Gefilden – insbesondere zwischen den Balearen, Libyen, Korsika, Sardinien, Italien und dem Balkan – äußerst wechselhaftes Wetter zur Folge. Seit Beginn der Woche gehen gebietsweise starke Regenfälle nieder, in höheren Lagen auch Schneefälle, örtlich zudem Gewitter.

Dabei steigt im Wochenverlauf die Unwettergefahr, da das Tief Sabine kaum von der Stelle kommt und somit anhaltend massive Niederschlagsmengen ablädt. Es muss mit Überflutungen, Erdrutschen und Schlammlawinen gerechnet werden. In den Südalpen, den Dolomiten sowie im Dinarischen Gebirge und in den Abruzzen ist mit erheblichen Mengen Neuschnee zu rechnen, was die Lawinengefahr lokal verstärken kann.

Zum Wochenende hin beruhigt sich an der nordafrikanischen Mittelmeerküste sowie in Teilen Italiens die Wetterlage, während vor allem in Südosteuropa und den Alpen weiter starke Schneefälle erwartet werden. Doch schon in der neuen Woche könnte ein weiteres Tief mit Zentrum über dem Löwengolf am zentralen Mittelmeer für Ungemach sorgen.