Zum Inhalt springen

New York ohne Bargeld: Wie sich eine Städtereise in wenigen Jahren verändert hat

25. September 2026·09:46 Uhr
3 Min. Lesezeit
Wissen & Freizeit
New York ohne Bargeld: Wie sich eine Städtereise in wenigen Jahren verändert hat

-Partner Content-

Wer vor zehn Jahren nach New York flog, hatte einen Stapel Dollarnoten dabei, eine gefaltete U-Bahn-Karte und eine Liste mit Adressen. Wer heute fliegt, hat ein Telefon.

Das klingt nach einer Nebensächlichkeit, verändert die Stadt für Besucher aber grundlegend. Bezahlt wird kontaktlos, die U-Bahn öffnet sich per Karte am Drehkreuz, Tickets für Museen und Aussichtsplattformen existieren nur noch digital.

Das Drehkreuz als Symbol

Das alte System mit der MetroCard, die man an einem Automaten kaufte und dann durch einen Schlitz zog, ist Geschichte. Heute hält man eine kontaktlose Karte oder das Telefon an ein Lesegerät und geht durch.

Der Vorteil liegt auf der Hand. Kein Schlangestehen, keine Restguthaben, die man nicht aufbraucht. Ein Deckelbetrag sorgt zudem dafür, dass die Fahrten ab einer bestimmten Anzahl pro Woche nichts mehr kosten.

Der Nachteil zeigt sich nur, wenn etwas nicht klappt. Ein Gerät ohne Akku ist an einem New Yorker Drehkreuz ein echtes Problem, weil es keine Papieralternative mehr gibt, die man einfach vorzeigen könnte.

Warum die Verbindung mehr ist als Bequemlichkeit

Diese Verlagerung ins Digitale betrifft fast alles. Restaurantreservierungen laufen über Plattformen. Die Karte für das Empire State Building enthält ein Zeitfenster. Die Fähre nach Staten Island ist zwar gratis, das Boot nach Ellis Island aber nicht, und dessen Ticket liegt im Postfach.

Wer aus der Schweiz kommt, sollte deshalb vorab klären, wie er in den USA online bleibt, da Roaming in Übersee erfahrungsgemäss ins Geld geht. Viele entscheiden sich für eine Holafly-eSIM für die USA, die zu Hause per Code eingerichtet wird und sich nach der Landung selbst aktiviert, während die eigene Nummer daneben erreichbar bleibt.

Das öffentliche WLAN in New York ist zwar an vielen Orten verfügbar, in der U-Bahn zwischen zwei Stationen aber eben nicht. Und genau dort will man wissen, ob die Linie heute umgeleitet wird.

Die Stadt jenseits der Postkartenmotive

Manhattan ist das, was alle kennen. Interessant wird es meistens einen Fluss weiter.

In Queens liegt mit Flushing eines der grössten Chinatowns Nordamerikas, in dem kaum jemand Englisch spricht und das Essen entsprechend kompromisslos ist. In der Bronx zeigt die Arthur Avenue, wie ein italienisches Viertel aussieht, das nie zur Touristenkulisse wurde.

Brooklyn ist inzwischen selbst zum Ziel geworden, was manche Ecken teuer und glatt gemacht hat. Wer weitergeht, Richtung Sunset Park oder Bay Ridge, findet noch das Alltägliche, das ohne Publikum auskommt.

Diese Ausflüge funktionieren nur mit funktionierendem Nahverkehr im Kopf. Die Wochenendfahrpläne der Subway weichen erheblich von den Werktagen ab, und Änderungen werden häufig kurzfristig bekanntgegeben.

Kosten, die überraschen

New York ist teuer, das erwartet man. Womit viele nicht rechnen, sind die Aufschläge.

Zum ausgeschriebenen Preis kommt die Verkaufssteuer, die erst an der Kasse sichtbar wird. Im Restaurant wird ein Trinkgeld von etwa zwanzig Prozent erwartet, und viele Rechnungen schlagen es bereits vor. Bei Konzerten und Sportveranstaltungen kommen Gebühren dazu, die den Endpreis spürbar heben.

Wer vorher rechnet, erlebt weniger Überraschungen. Wer einfach zahlt, gewöhnt sich nach drei Tagen daran und merkt es kaum noch.

Ein Abend im September

Vom Wasser aus, auf der kostenlosen Fähre nach Staten Island, sieht die Skyline aus wie das Klischee, das sie ist. Trotzdem stehen alle an der Reling.

Die Fahrt dauert fünfundzwanzig Minuten. Man fährt hinüber, steigt aus, geht dreissig Meter, steigt wieder ein und fährt zurück. Zwei Sonnenuntergänge zum Preis von keinem.

Zurück am Terminal empfängt einen wieder der Lärm der Stadt. Und irgendwo dazwischen findet man einen Imbiss, dessen Namen man am nächsten Tag vergessen hat, dessen Essen aber besser war als das des Restaurants, für das man tags zuvor reserviert hatte.

Hinweis an unsere Leser: Wir erstellen immer mal
wieder Produktvergleiche für Sie. Um dies zu
ermöglichen, erhalten wir von Partnern eine Provision.

Über den Autor

Q.met Redaktion

So arbeiten unsere Meteorologen

Teilen

Wussten Sie schon?

Unsere Meteorologen analysieren täglich über 100 Wettermodelle, um Ihnen die präziseste Vorhersage zu liefern.

Zur Wetterkarte
new-york-ohne-bargeld-wie-sich-eine-staedtereise-in-wenigen-jahren-veraendert-hat | wetter.net