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Unwetter-Eiertanz: Saharahitze kontra Schafskälte

Beim Wetter brodelt es gewaltig, unmittelbar über dem zentralen Mitteleuropa verläuft mäandrierend die Grenze zwischen der Schafskälte im Westen und der Saharahitze im Osten, örtliche Unwetter inklusive. Dieser Eiertanz hält die gesamte Woche an.

Bei dem verspäteten Osterei im Wetternest handelt es sich um ein Gebiet höhenkalter Luft über Westeuropa, das sich immer wieder mehr oder weniger schnell und stark bis zu uns ausdehnt. Dementsprechend legt die kühle Luft über Westeuropa den Vorwärtsgang oder wieder Rückwärtsgang gegenüber der weiter östlich dominierenden Saharahitze ein. Das unberechenbare Verhalten dieses so genannten Höhentiefs wiederum erschwert die Prognose, welche Regionen in welchen Zeitfenstern vorrangig von Unwettern betroffen sein werden.

Zunächst bauen sich dabei enorme Temperaturgegensätze über Mitteleuropa zwischen einem kühlen oder gemäßigten Westen und einem schwülheißen Osten auf. Sie können 15 Grad und mehr betragen. In der ersten Wochenhälfte gewinnt dabei die kühle Luft an Raum in Richtung Nordosten, die Schafskälte lässt grüßen. Vor allem im Osten und Süden drohen dabei Unwetter.

In der zweiten Wochenhälfte nimmt die schwülheiße Luft aus Süden einen neuen Anlauf. Am Freitag nähern sich auch im Westen und Südwesten die Werte wieder der 30-Grad-Marke. Daraufhin wächst die Unwettergefahr auch im Westen und Norden wieder stark, besonders ab Freitagabend voraussichtlich, warnt wetter.net.

Erst für die neue Woche bahnt sich ein wenig Entspannung an, die extrem unwetterträchtige und unberechenbare Wetterlage gehört dann endlich der Vergangenheit an. Bis dann sind böse Überraschungen mit lokalen Unwettern zu anderen Tageszeiten und in anderen Regionen als schwerpunktmäßig berechnet, leider nicht auszuschließen.