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Unwetterwarnung: Markante Glätte droht – das Bundesamt für Umwelt erklärt, wie Sie Gehwege clever und umweltfreundlich streuen!

​Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat eine Unwetterwarnung vor markanter Glätte für die Osthälfte Deutschlands herausgegeben. Besonders betroffen sind Gebiete von der Ostsee über das Erzgebirge bis nach Ost- und Südostbayern. Noch bis in den Vormittag hinein bleiben Straßen und Gehwege teilweise spiegelglatt. In der kommenden Nacht können gefrierender Regen und Sprühregen neue Eisflächen erzeugen. Auf Bergen wie dem Brocken drohen zudem starke bis schwere Sturmböen.

Warum Streusalz problematisch ist

Viele greifen jetzt reflexartig zu Streusalz, doch das kann langfristig erhebliche Schäden verursachen. Das Bundesamt für Umwelt (UBA) warnt: Salz belastet Böden, Pflanzen, Tiere und Gewässer. Straßenrandböden reichern sich über Jahre an, Nährstoffe werden ausgewaschen, Laubbäume verlieren früh Blätter und werden anfälliger für Krankheiten. Auch Bauwerke wie Beton oder historische Ziegelmauern leiden unter der korrosiven Wirkung von Salzen. Haustiere können durch gestreutes Salz schmerzhafte Pfotenverletzungen erleiden.

Clever räumen statt salzen

UBA‑Experten empfehlen: Zuerst Schnee wegschieben, dann streuen. Wer sofort nach Schneefall mit Schippe oder Besen die Gehwege freimacht, reduziert das Risiko von Eisbildung und spart Streumittel. Je länger der Schnee festtritt, desto schwerer ist er zu entfernen und desto schneller entsteht gefährliches Glatteis. Früh handeln erfüllt außerdem die gesetzliche Räumungspflicht, die in vielen Gemeinden bis spätestens 7 Uhr werktags gilt.

Umweltfreundliche Streumittel verwenden

Wenn Streumittel nötig sind, setzt das UBA auf salzfreie Produkte: Sand, Splitt oder Granulate sorgen für ausreichende Haftung auf glatten Flächen und sind ungefährlich für Pflanzen, Tiere und das Grundwasser. Achten Sie beim Kauf auf den Blauen Engel, das Umweltzeichen für besonders umweltfreundliche Streumittel. Energieintensive Alternativen wie Blähton sollten nur sparsam eingesetzt werden. Nur an besonders gefährlichen Stellen, etwa Treppen oder steilen Zuwegen, ist in manchen Kommunen eine begrenzte Verwendung von Streusalz erlaubt – genauere Regeln erfragt man bei der örtlichen Verwaltung.

Praktische Tipps für den Winterdienst zuhause

Nach dem Winter lohnt es sich, den gestreuten Sand oder Splitt zusammenzukehren und für den nächsten Winter wiederzuverwenden. Haustierbesitzer sollten möglichst glatte oder salzbehandelte Flächen meiden, um Pfotenverletzungen zu vermeiden. Wer clever räumt und streut, schützt nicht nur sich selbst und seine Nachbarn, sondern auch Umwelt, Pflanzen und Tiere.

Sicherheit geht vor, Umwelt auch

Die aktuelle Wetterlage zeigt: Markante Glätte ernst nehmen, aber nachhaltig handeln. Frühzeitiges Schneeräumen plus umweltfreundliche Streumittel ist der beste Schutz gegen Unfälle und die schädlichen Folgen von Streusalz. Das Bundesamt für Umwelt gibt klare Empfehlungen, wie Winterdienst sicher und umweltbewusst gelingt.

Quelle

Bundesamt für Umwelt (UBA), Streumittel: Umweltschonend gegen Glätte ohne Salz, abgerufen unter: https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/haushalt-wohnen/streumittel-streusalz