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USA in der Gluthitze: Mega-Hitzedom fordert mindestens 40 Tote

Zwei gewaltige Hitzeglocken sind über den USA zu einem gigantischen Hitzedom verschmolzen und haben rund 200 Millionen Menschen ins Schwitzen gebracht. Am Unabhängigkeitstag fielen reihenweise Hitzerekorde, in Atlantic City zeigte das Thermometer sengende 41 Grad. Bis zum 6. Juli stieg die Zahl der Hitzetoten auf mindestens 40, die meisten davon in New Jersey.

​Zwei Hitzeglocken verschmelzen zum Mega-Hitzedom

Eine Hitzeglocke bildete sich über dem Südwesten der USA, eine zweite über dem subtropischen Atlantik. Ende Juni verschmolzen beide zu einem gewaltigen Hitzedom, der sich von Wisconsin über den Mittleren Westen bis an die Ost- und Golfküste erstreckte. Tagsüber kletterten die Werte auf 32 bis 38 Grad, nachts kühlte es selbst in den frühen Morgenstunden kaum unter 27 Grad ab. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit fühlten sich die Temperaturen vielerorts wie 40 bis 46 Grad an, im kanadischen Ottawa erreichte der Humidex sogar 46 Grad.

​Rekordhitze zum Unabhängigkeitstag – Parade fällt aus

Am 4. Juli, dem US-Unabhängigkeitstag, fielen reihenweise Temperaturrekorde: Atlantic City egalisierte mit 41 Grad seinen historischen Höchstwert, Washington und Philadelphia meldeten je 39 Grad, Boston 38 Grad. Wegen einer erwarteten gefühlten Temperatur von bis zu 46 Grad sagten die Organisatoren die traditionelle Unabhängigkeitstag-Parade in Washington kurzfristig ab. Der Nationale Wetterdienst NWS warnte vor „gefährlicher bis rekordverdächtiger Hitze“ für weite Teile des Landes.

​Gewitterfront beendet die Gluthitze – mit neuen Gefahren

Zwischen dem 4. und 6. Juli fegten schwere Gewitter mit Böen bis 130 Kilometer pro Stunde über weite Teile der USA und lösten den Hitzedom im Osten auf. Sie sorgten jedoch selbst für Chaos: Mehr als 1,3 Millionen Haushalte waren zeitweise ohne Strom, allein in New Jersey knapp 300.000. Die Gesamtzahl der Hitzetoten stieg bis zum 6. Juli auf mindestens 40, davon 22 in New Jersey. Gouverneurin Mikie Sherrill erinnerte daran, dass extreme Hitze die häufigste wetterbedingte Todesursache in den USA ist.