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Zyklon-Alarm! Deutschland steuert auf ein Wetter-Desaster zu: Orkanböen bis 120 km/h, Schnee & Eisregen

​Heute:

Deutschland gelangt in den Einflussbereich eines mehrkernigen Tiefdrucksystems. Der horizontale Druckgradient verschärft sich deutlich. Es treten verbreitet stürmische Böen um Bft 8 (~65 km/h) auf, im höheren Bergland Sturmböen bis Bft 9 (~80 km/h), auf exponierten Gipfeln schwere Sturmböen. Ab dem Nachmittag greift von Südwesten her ein ausgedehntes Frontensystem über. Verbreitet fällt zunächst Schnee, der sich bis in den Nordwesten ausbreitet. Die Neuschneemengen liegen meist bei etwa 5 cm in 6 Stunden, lokal bis 10 cm, in Staulagen darüber. Mit auffrischendem Wind kommt es verbreitet zu Schneeverwehungen und erheblichen Sichtbehinderungen. In den Abendstunden setzt in der Mitte und im Süden eine Milderung ein, Schnee geht in Regen und teils gefrierenden Regen über. Es besteht erhebliche Glatteisgefahr, örtlich Unwetterglatteis. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen -6 °C im Nordosten und +6 °C im Südwesten.

Nacht zum Freitag:
In der Nacht intensiviert sich das Tief weiter. Verbreitet treten stürmische Böen, im Bergland schwere Sturmböen und in exponierten Lagen orkanartige Böen bis Bft 12 (~120 km/h) auf. Im Norden und in höheren Lagen hält kräftiger Schneefall an, begleitet von starken Schneeverwehungen und lokal unwetterartigen Neuschneemengen. In der Mitte und im Süden fällt zunehmend Regen, teils gefrierend, mit hohem Glatteisrisiko. Die Tiefstwerte reichen von +5 °C im Südwesten bis -9 °C, lokal darunter, im Nordosten.

Die Wetteraussichten:

Freitag:

Am Freitag gerät Mitteleuropa vollständig unter den Einfluss einer kräftigen Zyklone. Der Luftdruckgradient ist stark ausgeprägt. In weiten Landesteilen treten Sturmböen der Stärke 8 bis 10 Bft auf, im Bergland und im maritimen Umfeld orkanartige Böen bis Bft 11, in exponierten Hochlagen Orkanböen bis Bft 12. Während im nördlichen Landesteil und in höheren Lagen anhaltender Schneefall einsetzt, kommt es dort verbreitet zu teils massiven Schneeverwehungen. In tieferen Lagen fällt überwiegend Regen, während das Bergland durchgehend im Schneebereich bleibt. Die Überlagerung aus Sturm, Schneefall und stellenweise Glatteisbildung führt zu einer ausgeprägten Unwetterlage. Die Tagesmaxima bewegen sich zwischen -6 °C im Nordosten und +8 °C am Oberrhein.

Samstag:
Am Samstag etabliert sich eine flächige Winterwetterlage. Niederschläge treten nahezu landesweit auf, im Süden und in den Hochlagen fast durchweg als Schnee. Im Bergland werden verbreitet 5 bis 10 cm Neuschnee registriert, in alpinen Stauregionen und im Südwestgebirge lokal 20 bis 40 cm. Anfangs halten Schneeverwehungen an. In den Küstenregionen bleibt der Ostwind stürmisch. Die Temperaturen erreichen -7 °C im Osten und bis +5 °C im Südwesten.

Sonntag:
Am Sonntag verliert das Tiefdrucksystem vorübergehend an Einfluss. Die Schneefälle gehen mehr und mehr in Schneeschauer über und lassen im Tagesverlauf nach. Gebietsweise lockert die Bewölkung auf. Die Höchstwerte liegen zwischen -6 °C im Osten und +4 °C im Südwesten. In der Nacht kommt es bei Aufklaren verbreitet zu strengem Frost, häufig -10 bis -15 °C, im Bergland lokal bis -19 °C.

Montag:
Der Montag verläuft überwiegend ruhig, aber winterlich kalt. Wolkenfelder und Auflockerungen wechseln sich ab, vielfach bleibt es trocken. Im Westen und Südwesten ziehen später wieder dichtere Wolken auf, lokal mit leichtem Schnee oder Regen. Die Höchsttemperaturen reichen von -5 °C im Nordosten bis +5 °C im Südwesten. Nachts sinken die Temperaturen auf 0 bis -11 °C, verbreitet besteht Glättegefahr.

Dienstag:
Am Dienstag greift von Westen her ein weiteres Frontensystem auf Deutschland über. Der Nordosten verbleibt unter Hochdruckeinfluss heiter, trocken und im Dauerfrostbereich. In den übrigen Regionen nehmen Bewölkung und leichte Niederschläge zu, zunächst teils als Schnee, im Verlauf zunehmend als Regen. Die Temperaturen erreichen 0 bis +7 °C. In der Nacht bleibt es im Osten frostig, im Westen stellenweise über dem Gefrierpunkt.

Mittwoch:
Am Mittwoch hält ein wechselhafter Witterungscharakter an. Neben dichten Wolkenfeldern treten zeitweise Niederschläge auf, im Nordosten weiterhin überwiegend Schnee, sonst zunehmend Regen. Die Temperaturen bewegen sich zwischen -5 °C und +7 °C.