Der April 2026 zeigte sich in Deutschland äußerst unterschiedlich. Während einige Regionen den Monat als eher kühl und nass wahrgenommen haben dürften, war es andernorts deutlich milder und trockener. Besonders spannend: Das Muster erinnerte stark an die Wintermonate Januar und Februar, in denen der Nordosten Deutschlands bereits häufiger kälter unterwegs war als der Südwesten. Doch trotz aller regionalen Unterschiede landete der April deutschlandweit am Ende ziemlich genau im Klimamittel. Beim Niederschlag und den Sonnenstunden zeigte sich dagegen ein deutlich auffälligeres Bild.
Temperaturen: Nordosten zu kühl, Südwesten zu mild
Schaut man auf die Temperaturabweichungen im April 2026, dann fällt sofort die Zweiteilung Deutschlands auf. Vor allem in der Nordosthälfte war der Monat verbreitet etwas zu kühl. Teilweise lagen die Temperaturen dort rund ein Grad unter dem Mittel der Jahre 1991 bis 2020, lokal sogar leicht darunter.
Ganz anders sah es dagegen im Südwesten Deutschlands aus. Dort verlief der April überwiegend zu mild. Die Abweichungen lagen meist bei bis zu einem Grad über dem Klimamittel, regional wurden sogar Werte von bis zu zwei Grad über dem Durchschnitt erreicht.
Extreme Ausreißer gab es insgesamt allerdings nicht. Deutschlandweit gemittelt lag die Temperatur bei 9,17 Grad und damit lediglich +0,19 Grad über dem Mittelwert der Referenzperiode 1991 bis 2020. Der April 2026 war damit im Gesamteindruck ziemlich durchschnittlich.
Niederschlag und Sonne: Große Unterschiede im Land
Beim Niederschlag zeigte sich erneut eine markante Zweiteilung. Besonders der Nordosten Deutschlands fiel mit teils deutlich zu nassen Bedingungen auf. Von Sachsen-Anhalt über Brandenburg bis hinauf nach Mecklenburg-Vorpommern sorgten kräftige Regenfälle regional für ein deutliches Niederschlagsplus.
Ganz anders präsentierte sich dagegen Süddeutschland. Dort war der April vielerorts klar zu trocken. Auch im Westen und Nordwesten Deutschlands fiel insgesamt zu wenig Regen. Interessant dabei: Der äußerste Nordosten direkt an der Ostsee war wiederum teilweise sehr trocken.
In der Gesamtbilanz überwog deutschlandweit dennoch das trockene Bild. Mit nur 25,96 Litern pro Quadratmeter wurden lediglich rund 67 Prozent des Niederschlagssolls der Jahre 1991 bis 2020 erreicht. Der April 2026 war somit insgesamt deutlich zu trocken.
Bei den Sonnenstunden konnte der Monat dagegen nahezu überall überzeugen. Deutschlandweit wurden im Mittel rund 246 Sonnenstunden registriert. Damit lag der April klar über dem Klimamittel und erreichte etwa 134 Prozent des üblichen Solls. Besonders auffällige regionale Unterschiede gab es dabei kaum. Von Nord bis Süd zeigte sich der Monat verbreitet sehr sonnig. Lediglich an der Nordsee sowie im äußersten Südosten am Alpenrand war es zeitweise etwas weniger sonnig als beispielsweise im Westen Deutschlands. Insgesamt präsentierte sich der April 2026 jedoch landesweit ausgesprochen freundlich und sonnig.