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Historische Überschwemmungen im Mittleren Westen der USA

Seit mehreren Tagen bestimmen großflächige Überflutungen vor allem in Nebraska, Iowa, South Dakota, Wisconsin und Minnesota das Geschehen. Durch die Schneeschmelze und heftige Regenfälle sind besonders der Missouri und der Mississippi massiv über die Ufer getreten.

Durch die enormen Wassermassen starben mehrere Menschen, hunderte Häuser wurden zerstört. In vielen Regionen wurde vorübergehend der Notstand ausgerufen. Das Hochwasser wird auch als historisch bezeichnet, da die Wasserstände an vielen Pegeln neue Rekordwerte erreicht haben. Besonders verheerend war und ist die Lage an den großen Strömen Mississippi und Missouri. Da diese beiden Flüsse weite Teile der USA durchqueren und entsprechend viele Nebenflüsse besitzen, verteilen sich die Überschwemmungen auf so viele Regionen und Bundesstaaten.

Ausgelöst wurden die Überflutungen durch heftige Starkregenfälle, die zugleich in den Bergen zu einer extrem schnellen und massiven Schneeschmelze geführt haben. Nach einer nur minimalen Entspannung werden in den kommenden Tagen weitere Überschwemmungen im Mittleren Westen und auch in den nördlichen Ebenen erwartet, da sich sehr warme Luft durchsetzen und die Schneeschmelze weiter ankurbeln wird. Experten sprechen davon, dass es sich am Mississippi um eine der längsten Hochwasserbekämpfungsmaßnahmen in der Geschichte des Flusses handelt. Von der Quelle bis zur Mündung fließt das Wasser ganze 35 Tage – die Fluten werden sich also erst langsam in Richtung Südstaaten bewegen und könnten dort ebenfalls noch für überschwemmte Gebiete sorgen. Die Gefahr ist also noch nicht vorüber, die errichteten Notunterkünfte werden damit vorerst weiter benötigt.