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Kategorie: Aktuell Thema: Wettertrend, Wissenswertes

Kommt ein Märzwinter?

Nachdem vor allem der Januar ausgesprochen mild war, schlägt der Februar eine andere Richtung ein und hält im Mittel den Temperaturerwartungen stand oder ist gar zu kalt. Damit ist noch völlig offen, von welcher Seite sich der März zeigt.

Generell ist ein so genannter Märzwinter umso wahrscheinlicher, je milder der Winter verläuft. Aktuell sind in den amerikanischen Langfristprognosen die Aussichten auf einen deutlich zu milden Monat in den letzten beiden Wochen auf den Erwartungswert zusammengeschrumpft. Sollte also die eher kältere Witterung in den nächsten sieben Tagen insgesamt weiter andauern, so würde das neu in die Berechnungen einfließende zweite Februardrittel möglicherweise zu einem tendenziell zu kalten März führen.

Märzwinter bezeichnet eine Wettersingularität, bei der meist zur Monatsmitte nochmal ein Kälteeinbruch aus Nordosten stattfindet, der zu mäßigen bis strengen Nachtfrösten führt. Der Märzwinter trennt in der Regel den Vorfrühling vom anschließenden Mittfrühling. Mäßige oder gar strenge Fröste können dabei zu erheblichen Schäden in der Landwirtschaft und im Obstbau führen, fall es zuvor schon längere Zeit sehr mild war und die Natur ihrer Zeit voraus ist.

Der letzte ausgeprägte Märzwinter fand 2013 statt. Seinerzeit waren erste milde Tage mit Höchstwerten von 15 Grad und mehr im ersten Monatsdrittel einem massiven Kälteeinbruch gewichen, in dessen Folge örtlich sogar für kurze Zeit bis in die Täler im Westen Dauerfrost einzog. Im Rhein-Main-Gebiet fielen rund 15 Zentimeter Schnee. Im Nordosten gab es Negativrekorde bei den Tiefstwerten und neue Rekorde bei der Schneedeckenhöhe. Der März 2013 ging als einer der kältesten seiner Zunft ein, betont das Team von wetter.net. Insofern ist die Wahrscheinlichkeit für einen ähnlich eisigen März in diesem Jahr doch glücklicherweise verringert.