Kathy Schrey
Nebelschleier trifft Sonnenstrahlen: Donnerstag im Wettstreit der Wetter-Extremunterschiede
Der Donnerstag beginnt mit einer ausgeprägten Zweiteilung des Wettergeschehens. In den küstennahen Regionen sowie in angrenzenden Landesteilen dominiert eine dichte, tief liegende Bewölkung mit hochnebelartigem Charakter. Lokal kann daraus feiner Sprühregen fallen. Ursache ist eine angehobene Kaltluftschicht.
Unter der dichten Bewölkung liegen die Tageshöchstwerte meist zwischen -3 und 0 Grad.
Weiter südlich und östlich zeigt sich ein deutlich freundlicheres Bild. Abseits hartnäckiger Nebel- und Hochnebelfelder – vor allem entlang großer Flusstäler im Süden – setzt sich vielerorts die Sonne durch. Besonders in den mittleren und östlichen Landesteilen gibt es längere sonnige Phasen bei trockener Witterung. Hier steigen die Temperaturen auf 0 bis 4 Grad, in den wärmsten westlichen Regionen sogar bis 5 bis 8 Grad.
Der Wind weht meist schwach, in nördlichen Landesteilen mäßig aus östlichen Richtungen. In exponierten Küstenabschnitten treten teils kräftige Böen auf, vereinzelt sind auch stürmische Spitzen möglich.
Nacht zum Freitag: Zunehmende Glättegefahr bei starkem Temperaturgefälle
In der Nacht zum Freitag verdichten sich in der südwestlichen Landeshälfte die Wolken. Dort kann es stellenweise zu leichtem Niederschlag kommen, der bei bodennahen Minusgraden gefrierend ausfällt. Entsprechend ist örtlich mit überfrierender Nässe zu rechnen. Die Tiefstwerte liegen hier bei 0 bis -3 Grad. In den übrigen Gebieten klart der Himmel zeitweise auf, alternativ halten sich Nebel- oder Hochnebelfelder. Die Temperaturspanne ist groß: Während es in den westnahen Regionen teilweise frostfrei bleibt (0 bis -1 Grad), sinken die Werte im Osten und in höher gelegenen Binnenregionen verbreitet auf -10 bis -15 Grad. Lokal wird strenger Frost bis -17 Grad erreicht.
Die Wetteraussichten:
Die atmosphärische Zirkulation über Europa bleibt in einer blockierten Konstellation gefangen. Tiefdruckimpulse vom Atlantik werden wiederholt nach Norden abgelenkt, während sich auf der Nordseite des Kontinents ein kräftiges Hochdruckzentrum behauptet. Zwischen beiden Systemen etabliert sich über Mitteleuropa ein anhaltender Druckabfall, begleitet von flachen Tiefdruckrinnen und einem zunehmend scharfen Luftdruckgefälle. Das Resultat ist eine östliche bis südöstliche Strömung, die besonders im Norden des Landes an Kraft gewinnt und kalte, bodennahe Luftmassen festhält.
Freitag: Kalte Osthälfte, mildere Luft im Westen
Am Freitag bleibt der markante Temperaturgegensatz bestehen. In den westlichen und südwestlichen Landesteilen überwiegt dichte Bewölkung, zeitweise fällt etwas Regen. Stellenweise besteht Glättegefahr. Die Höchstwerte erreichen hier 0 bis 8 Grad, mit den höchsten Temperaturen in den westnahen Regionen. In den östlichen Landesteilen bleibt es überwiegend trocken. Wolken, Hochnebel und sonnige Abschnitte wechseln einander ab, mit den besten Auflockerungen in den mittleren Gebirgsräumen. Dort bleibt es jedoch ausgeprägt winterlich: Die Tageshöchstwerte liegen verbreitet zwischen -7 und -3 Grad. Der Ostwind frischt vor allem im Norden und in Küstennähe deutlich auf und kann dort starke bis stürmische Böen erreichen.
Samstag: Niederschläge im Westen, Hochnebel im Norden und Osten
Am Samstag zeigt sich das Wetter erneut zweigeteilt. In den westlichen Landesteilen dominiert eine geschlossene Wolkendecke. Zeitweise fällt Niederschlag, der je nach Temperatur als Regen oder Schnee auftritt. Lokal ist auch gefrierender Regen möglich. Die Höchstwerte liegen hier bei 2 bis 8 Grad, am mildesten im Südwesten. In den nördlichen und östlichen Regionen hält sich verbreitet zäher Hochnebel. Abseits davon, insbesondere südlich größerer Flusstäler, kann sich zeitweise die Sonne zeigen. Die Temperaturen steigen dort meist nur auf -5 bis 0 Grad. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Ost bis Nordost, an den Küsten zeitweise mit kräftigen Böen.
Sonntag: Schneeschauer an der Ostsee, später Niederschläge im Süden
Der Sonntag verläuft vielerorts wolkenreich. Nur im Westen gibt es regional größere Auflockerungen. In küstennahen Bereichen zur Ostsee treten wiederholt Schneeschauer auf, die lokal auch kräftig ausfallen können. Im Tagesverlauf breiten sich von Süden her Niederschläge aus. Diese fallen zunächst als Schnee, gehen in tieferen Lagen jedoch teils in Regen über. Die Höchstwerte bewegen sich zwischen -3 und +5 Grad. Der Nordostwind frischt besonders an der Küste böig auf.
Montag: Trüb, winterlich und stellenweise glatt
Am Montag dominiert vielfach ein bedeckter Himmel. Zeitweise fällt leichter Schnee oder gefrierender Regen, regional mit Glättegefahr. Der Nordwesten bleibt häufiger trocken. Die Höchstwerte liegen zwischen -3 und +2 Grad, im Osten verbreitet nur -6 bis -2 Grad. Der Nordostwind weht mäßig, an den Küsten mit starken Böen.
Dienstag: Meist stark bewölkt, nur kurze Auflockerungen
Der Dienstag bringt überwiegend dichte Bewölkung. Nur vereinzelt lockert es kurzzeitig auf. Besonders in den Mittelgebirgen treten einzelne Schneeschauer auf. Die Temperaturen erreichen -5 bis +3 Grad. Der Wind dreht auf südöstliche Richtungen und bleibt schwach bis mäßig.