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Psychologische Zusammenhänge: Wie beeinflusst das Wetter das Kaufverhalten?

Dass das Wetter den Alltag auf unterschiedlichen Ebenen beeinflusst, dürfte für viele Menschen nicht neu sein. Interessanterweise wirken sich Sonne, Wolken, Regen und Co. allerdings oft nicht nur auf die Mobilität und die Freizeitgestaltung, sondern auch auf wirtschaftliche Entscheidungen aus.

Klar: Jeder Mensch ist anders und manche sind empfänglicher für solche Effekte. Fest steht jedoch, dass Konsumentscheidungen in vielen Fällen eben nicht rational getroffen werden, sondern bis zu einem gewissen Grad von der Stimmung, die eng mit dem Wetter verbunden sein kann, abhängig sind.

Die folgenden Abschnitte gehen noch etwas genauer auf mögliche Effekte ein und zeigen, dass es manchmal scheinbare „Kleinigkeiten" sind, die bewirken, ob der neue Rock oder der neue Anzug im Regal bleiben oder schon bald zum eigenen Kleiderschrank gehören.

Wetter, Stimmung und Konsum: Eine spannende Wechselwirkung

Viele Menschen kennen die Situation: Die ersten Sonnenstrahlen des Jahres (oder nach einer längeren Regenperiode) machen ihnen direkt gute Laune. Anhaltender Niederschlag und ein frühes Einsetzen der Dunkelheit können oft das Gegenteil bewirken. Und genau diese emotionalen Veränderungen beeinflussen häufig die Bereitschaft zu kaufen… oder zu sparen.

Wer zum Beispiel gute Laune hat, ist meist offener für spontane Käufe, die eigentlich nicht auf der Einkaufsliste standen… vor allem, wenn es darum geht, sich in Bezug auf Hobbys oder Lebensmittel „mal wieder etwas Gutes zu tun". Rabatte und Sonderaktionen, wie sie auf einschlägigen Seiten, wie zum Beispiel auf Mein-Deal.com angeboten werden, kommen hier vielen ganz recht.

Aber nicht nur die Frage, OB, sondern auch WIE gekauft wird, rückt in den Fokus. So greifen viele gerade bei gutem Wetter eher zu Outdoor-Artikeln und Sommermode. Hin und wieder meldet sich auch das Fernweh und die nächste Urlaubsbuchung, zum Beispiel nach Madrid, rückt ein wenig näher. Bei schlechtem Wetter bevorzugen es viele dann eher, zu streamen und Wellness-Produkte zu kaufen.

Sorgt gutes Wetter für eine erhöhte Risikobereitschaft beim Kaufen?

Vielleicht ist es die bereits erwähnte, gute Laune, die viele Menschen im Sommer empfinden, die dafür sorgt, dass es leichtfällt, das Leben etwas optimistischer zu sehen. Frei nach dem Motto „Alles wird gut!" stellt sich in einigen Fällen auch eine höhere Risikobereitschaft ein. Und die überträgt sich schnell auf finanzielle Entscheidungen.

Das bedeutet unter anderem, dass Käufe, die bei genauer Betrachtung nicht nötig wären, oft kritischer hinterfragt werden. Preisvergleiche erscheinen in solchen Fällen oft „nicht mehr ganz so wichtig". Weitaus wichtiger ist das berühmte Bauchgefühl.

Scheint die Sonne, wechseln die Gedanken oft von einem „Brauche ich das wirklich?" zu einem „Das ist aber praktisch!".

Interessanterweise hat dieser Effekt aber auch Grenzen. Denn: Wenn die Temperaturen weiter steigen und der Körper unter der Hitze des Sommers leidet. Dies zeigt sich vor allem in Bezug auf Käufe vor Ort, die jenseits der 30°C-Marke oft gemieden werden.

Regen, Dunkelheit und Co.: Viele Menschen sehnen sich nach Sicherheit

Kühle Temperaturen, Niederschläge, fliegende Pollen (bei Allergikern) und eher ungemütliches Wetter beeinflussen das Kaufverhalten in vielen Fällen auch – allerdings in eine andere Richtung. Im Herbst und im Winter geht es vielen Menschen darum, ein wenig mehr Self-Care zu betreiben und sich wohlzufühlen.

Nun ist es an der Zeit, die Wohnung neu zu dekorieren und vielleicht auch in smarte Gadgets und im Allgemeinen in Unterhaltungselektronik zu investieren.

Hier geht es dann nicht darum, sich selbst immer wieder neue Eindrücke zu gönnen, sondern vielmehr darum, den Alltag in den eigenen vier Wänden zu genießen und diese so schön wie möglich einzurichten.

Möglicherweise sorgt der Umstand, dass die äußeren Reize an Schlecht-Wetter-Tagen eher eingeschränkt sind, dafür, dass es darum geht, sich mit verschiedenen Konsumaktivitäten einen Ausgleich zu schaffen und seinen Alltag zu stabilisieren.

Inwieweit hängen Spontankäufe und kurzfristige Wetterwechsel zusammen?

Die menschliche Psyche ist dazu in der Lage, sich immer wieder an neue Situationen anzupassen. Dies zeigt sich unter anderem im Zusammenhang mit Wetterwechseln, die bei einigen Personen durchaus mit Spontankäufen verbunden sein können.

Wer sich zum Beispiel seit mehreren Tagen über das schlechte Wetter geärgert hat und nun hört, dass in ein paar Tagen die Sonne scheinen wird, stöbert wahrscheinlich lieber in einem Katalog für Bademode als auf Seiten, die schon wieder die ersten Pullover ins Sortiment aufgenommen haben, um eine optimale Vorbereitung auf den Winter zu unterstützen.

Effekte dieser Art sind, ebenso wie der Black Friday, zwar zeitlich begrenzt, dafür aber oft sehr intensiv. Hier geht es nicht darum, genau abzuwägen, was gebraucht wird und was nicht, sondern darum, seiner Leidenschaft nachzugehen.

Warum es trotzdem sinnvoll sein kann, antizyklisch zu kaufen

Es hört sich vernünftig, geplant und wenig emotional an, kann allerdings dabei helfen, den Geldbeutel zu schonen: Wer zum Ende des Sommers neue Bademode und zum Ende des Winters, wenn vielleicht schon die ersten Krokusse blühen, Wintermantel, Schal und Co. kauft, kann bares Geld sparen.

Auch wenn es vielleicht weniger Spaß macht, kurz vor dem Wechsel in eine neue Jahreszeit in modischer Hinsicht einen Schritt zurückzugehen, ist es sinnvoll, hin und wieder zu überprüfen, mit welchen Angeboten die verschiedenen Marken locken.

Immerhin könnte es in psychologischer Hinsicht auch für das ein oder andere Glücksgefühl sorgen, wenn Wetter- und Jahreszeitwechsel mit einem erhöhten Sparpotenzial verbunden sind.