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Kategorie: Aktuell Thema: Wissenswertes

Trocken, trockener, Sommer 2018

Lokal bis August kein Tropfen

Nach der großen Dürre im Juni und Juli ist nach einer kurzen Regenphase im Norden Deutschlands wieder mit zunehmender Trockenheit zu rechnen. Lokal kommt bis zum Ende des Monats nicht mal ein Tropfen herunter.

Grund ist vor allem die anhaltenden Großwetterlage, wobei Azorenhochableger immer wieder ein Vordringen atlantischer Tiefdruckgebiete verhindern. So sind in Deutschland die Niederschlagsmengen in den letzten Tagen und Wochen sehr unterschiedlich ausgefallen. Haben die einen zu viel abbekommen, hat eine Region weiter deutlich zu wenig Niederschlag. Aber auch dort, wo es viel geregnet hat sind die Böden weiterhin zu trocken.

Das liegt vor allem daran, dass die Niederschläge meist als Schauer oder Gewitter oder eben in einem recht kurzen Zeitraum hernieder gekommen waren. So konnten die Böden das willkommene Nass kaum aufnehmen und so kam es eher zu Überschwemmungen und Überspülungen. Nun kommt eine neue Hochdrucklage, die wieder dafür sorgt, dann atlantische Tiefdruckgebiete fern bleiben und sich so erneut nur punktuell Schauer und Gewitter entladen können. 

So nehmen wieder Wald- und Feldbrandgefahren zu. Schon am vergangene Wochenende kam es zu gebietsweise Bränden durch Trockenheit. Bis zum Ende des Monats kommt es aller Voraussicht nach in Schleswig-Holstein nur zu sporadischen Niederschlägen, wenn überhaupt. Was das für ein Agrabundesland heißt, kann man noch gar nicht abschätzen. 

Gleichermaßen sind anderenorts bis zum Ende des Monats deutlich mehr Niederschläge zu erwarten. Beispielsweise am Alpenrand sowie im Schwarzwald können über 100 Liter Regen auf den Quadratmeter zusammen kommen. Ob dieser Regenmengen auf kurze Zeit dann ein Segen sind, bleibt abzuwarten. Eher muss auch hier mit lokalen Überschwemmungen gerechnet werden wogegen der Norden weiter austrocknet. Schon jetzt sind die Ernteausfälle laut Bauernverband massiv.