Der letzte Wintermonat hat sich verabschiedet — und er hinterlässt ein gespaltenes Bild. Deutschlandweit gemittelt bewegte sich der Februar zwar nur knapp außerhalb der Norm, doch dahinter verbirgt sich eine bemerkenswerte Zweiteilung des Landes: Während der Südwesten im Wärmeüberschuss badete, zitterte der Nordosten unter anhaltender Kälte. Der Februar 2025 war kein einfacher Monat — er war ein Monat voller Kontraste.
Temperatur: Mild auf den zweiten Blick
Mit einer Mitteltemperatur von 2,74 Grad Celsius übertraf der Februar sein klimatologisches Soll um immerhin 1,23 Grad — ein Wert, der auf den ersten Blick unspektakulär wirkt, bei näherer Betrachtung jedoch einiges verrät. Entscheidend war vor allem die Dynamik der letzten Februartage: Eine markante Warmluftströmung ließ die Temperaturen zum Monatsende hin noch einmal spürbar ansteigen und zog das Gesamtmittel deutlich nach oben.
Ganz anders sah es im Norden und Nordosten des Landes aus. Dort hielt sich der Winter hartnäckig und ließ die Temperaturabweichungen klar ins Negative rutschen. Während das südliche Baden-Württemberg und der äußerste Westen Abweichungen von bis zu 3 bis 4 Grad nach oben vermeldeten, lagen die nördlichen Regionen spürbar unter dem Klimamittel. Der Februar spielte somit in zwei verschiedenen Ligen gleichzeitig — eine Zweiteilung, die viele Beobachter überraschte.
Niederschlag & Sonne: Nass, grau, winterlich
Wer an die Karnevalstage denkt, erinnert sich vielleicht weniger an Kostüme als an Regenschirme — und das zurecht. Mit 71,12 Litern pro Quadratmeter erfüllte der Februar sein Niederschlagssoll um satte 147,79 Prozent. Ein klares Urteil: Der Monat war deutlich zu nass. Besonders betroffen waren Bayern und Baden-Württemberg, aber auch Teile von Hessen, dem Saarland, Rheinland-Pfalz sowie Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Etwas trockener blieb es dagegen rund um Hamburg, im Ruhrgebiet sowie im Thüringer Wald und im äußersten Osten.
Passend zum trüben Niederschlagsbild fiel auch die Sonnenbilanz enttäuschend aus. Mit nur 60,33 Sonnenstunden erreichte der Februar lediglich rund 80 Prozent seines Solls und blieb damit merklich hinter dem Klimamittel der Referenzperiode 1991–2020 zurück. Für etwas Licht sorgten vor allem das Ruhrgebiet, der Nordosten sowie das Alpenvorland. In großen Teilen Baden-Württembergs, entlang der Küsten, des Oberrheins und in Nordbayern hingegen dominierte anhaltende Bewölkung — grauer geht es kaum.
So verabschiedet sich der Februar als ein Monat, der mit sich selbst im Widerstreit lag: zu mild und doch zu kalt, zu nass und doch zu grau. Der Frühling darf gerne kommen.