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Taifun Dujuan vor Japan: Flutgefahr zu den Asienspielen

18. September 2026·18:05 Uhr
2 Min. Lesezeit
TaifunWetter weltweit
Taifun Dujuan vor Japan: Flutgefahr zu den Asienspielen

Japan steuert auf ein nasses Feiertagswochenende zu. Taifun Dujuan nimmt Kurs auf die Hauptinsel Honshu, während in Nagoya am Samstagabend die Asienspiele eröffnet werden. Heikel ist vor allem der Zeitpunkt: Im Großraum Tokio hat es in den ersten Septemberwochen so viel geregnet wie nie zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Böden können kaum noch Wasser aufnehmen.

Zugbahn führt dicht an Tokio vorbei

Dujuan ist der 25. benannte Sturm der westpazifischen Saison und stand am Freitagmittag Ortszeit rund 220 Kilometer südsüdöstlich der Insel Chichijima. Die japanische Wetterbehörde JMA meldete einen Kerndruck um 975 bis 980 Hektopascal, mittlere Windgeschwindigkeiten von rund 108 Kilometern pro Stunde und Böen bis 162 Kilometer pro Stunde. Am Montag soll das Zentrum etwa 100 Kilometer vor der Halbinsel Boso liegen und damit rund 180 Kilometer von der Tokioter Innenstadt entfernt. Anschließend dreht der Sturm nach Nordosten ab und verliert am Dienstag seine tropischen Eigenschaften.

Rekordregen hat die Böden gesättigt

In der Region Kanto-Koshin fielen in den zurückliegenden zwei Wochen 365 Prozent des üblichen Niederschlags. Das ist der höchste Wert seit Beginn der JMA-Auswertungen im Jahr 1946. Auf der Insel Izu-Oshima summierten sich Anfang September binnen 48 Stunden 757,5 Millimeter, in Nagoya wurden 104,5 Millimeter in einer einzigen Stunde gemessen. Für Oshima, Niijima und Toshima galt die Notfallwarnung der höchsten Stufe 5. Nun warnt die JMA erneut vor Starkregen, Sturmböen und hohem Seegang. Bis Montagmittag sind gebietsweise weitere 200 Millimeter möglich, auf den Izu-Inseln örtlich über 300.

Asienspiele starten unter Regenwolken

Die Asienspiele in Aichi und Nagoya beginnen am Samstag um 18 Uhr Ortszeit mit der Eröffnungsfeier im Paloma-Mizuho-Stadion, gemeldet sind über 11.000 Athletinnen und Athleten aus 46 Nationen. Schon die Unwetter Anfang September trafen die Vorbereitung: Rund 400 Sportler und Offizielle mussten ihre Containerunterkünfte am Hafen vorübergehend verlassen, das Frauen-Cricket-Spiel zwischen Bangladesch und China fiel aus. Zugleich läuft vom 19. bis 23. September die Silver Week, eine der reisestärksten Phasen des Jahres. Die JMA rät, Pläne flexibel anzupassen.

Dominik Jung
Über den Autor

Dominik Jung

Diplom-Meteorologe

Als Diplom-Meteorologe stehe ich seit 2002 für das Wetter-TV von wetter.net vor der Kamera. Täglich ordne ich die aktuelle Wetterlage ein, bewerte die Langfristmodelle und erkläre, was hinter Extremwetterlagen wirklich steckt. Über 16 Millionen Mal wurden meine Prognosevideos bisher abgerufen.

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